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Elba zwang ihre schweren Augenlider auf. Das grelle Nachmittagslicht, das durch das Krankenhausfenster strömte, stach ihr in die Netzhaut. Sie hob eine schwache, zitternde Hand, um das grelle Licht abzuschirmen. Ihr Hals fühlte sich an, als wäre er mit trockenem Sand überzogen.
Ein hoher Schatten verdeckte sofort das Licht.
Angelo erhob sich vom maßgefertigten Ledersofa. Seine breiten Schultern verdeckten das Fenster vollständig und warfen eine dunkle, erdrückende Präsenz über das Krankenhausbett. Er trug einen maßgeschneiderten anthrazitfarbenen Anzug, seine Haltung war starr.
„Hast du ausgespielt, tot zu spielen?", Angelos Stimme war flach, bar jeder Wärme. „Ist das deine neue Strategie, um dich der Verantwortung zu entziehen, Georgina die Treppe hinuntergestoßen zu haben?"
Elbas Brust zog sich zusammen. Sie konnte keine Worte durch ihren ausgetrockneten Hals formen. Sie sank zurück in die Kissen, zog die Schultern ein, ihre Augen weit vor defensiver Panik.
Angelo stieß einen scharfen Atemzug durch die Nase aus. Er streckte die Hand aus und drückte seinen Finger auf den Schwesternrufknopf über ihrem Bett.
Elba beobachtete seinen breiten Rücken. Ein plötzlicher, heftiger Strom von Bildern überflutete ihr Gehirn – eine schreckliche Vision aus ihrem Koma. Die Zerstörung der Familie Potter. Ihr eigener elender Tod. Es war keine Erinnerung, sondern eine erschreckende Prophezeiung. Es würde alles real werden.
Dieser dumme Bruder, dachte Elba, ihre innere Stimme schrie in der Stille ihres Geistes. Er schreit mich immer noch wegen dieser falschen Erbin Georgina an. Er weiß nicht einmal, dass er nächsten Monat reingelegt und ins Bundesgefängnis geschickt wird!
Angelos Finger erstarrte auf dem Plastikknopf. Seine Knöchel wurden kreidebleich.
Er riss den Kopf herum. Seine scharfen, dunklen Augen fixierten Elbas Gesicht. Er scannte den Raum, seine Brust hob und senkte sich schnell.
Elba spürte, wie ihr kalter Schweiß im Nacken ausbrach. Sie kniff schnell die Augen zusammen, stellte sich schlafend, ihr Atem war unregelmäßig.
Angelo blickte in die leeren Ecken des VIP-Zimmers. Es gab keine Lautsprecher. Keine anderen Personen. Sein Puls hämmerte gegen seine Rippen.
Die Potter Group wird wegen gefälschter Finanzberichte Insolvenz anmelden, beklagte sich Elba in ihrem Kopf, die Augen fest geschlossen haltend. Angelo ist nur der erbärmliche Sündenbock der Wall Street.
Die Worte klangen glasklar in Angelos Schädel. Es war kein Geräusch im Raum. Es war eine Stimme, die direkt in seinem Gehirn widerhallte.
Er sog scharf die Luft ein. Er überbrückte die Distanz zum Bett mit zwei langen Schritten und packte Elbas Handgelenk.
Elba keuchte vor Schmerz. Sie öffnete die Augen und starrte ihn in blankem Entsetzen an. Sie biss sich fest auf die Unterlippe und weigerte sich zu sprechen.
„Was hast du gerade gesagt?", forderte Angelo, seine Stimme ein leises, gefährliches Zischen. Er beugte sich nah heran, sein Kiefer so fest zusammengebissen, dass ein Muskel in seiner Wange zuckte.
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