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Ich zog meinen Verlobten aus einem Autowrack, nur Sekunden bevor es explodierte. Das Feuer hinterließ meinen Rücken mit abscheulichen Narben, aber ich rettete sein Leben. In den vier Jahren, in denen er im Koma lag, gab ich alles auf, um ihn zu pflegen.
Sechs Monate nachdem er aufgewacht war, stand er bei seiner Comeback-Pressekonferenz auf der Bühne. Er sollte mir danken. Stattdessen machte er Isabelle, seiner Jugendliebe, die lächelnd im Publikum saß, eine große, romantische Liebeserklärung.
Seine Familie und Isabelle machten mir daraufhin das Leben zur Hölle. Sie demütigten mich auf einer Gala, zerrissen mein Kleid, um meine Narben zu entblößen. Als ich in einer Gasse von Schlägern, die Isabelle angeheuert hatte, verprügelt wurde, beschuldigte Julian mich, alles nur erfunden zu haben, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Ich lag verletzt und gebrochen in einem Krankenhausbett, während er an Isabelles Seite eilte, weil sie „Angst“ hatte. Ich hörte, wie er ihr sagte, dass er sie liebte und dass ich, seine Verlobte, keine Rolle spielte.
All meine Opfer, mein Schmerz, meine unerschütterliche Liebe – es bedeutete nichts. Für ihn war ich nur eine Schuld, die er aus Mitleid begleichen musste.
An unserem Hochzeitstag warf er mich aus der Limousine und ließ mich am Rande der Autobahn stehen, noch in meinem Brautkleid, weil Isabelle Bauchschmerzen vorgetäuscht hatte.
Ich sah zu, wie sein Auto verschwand. Dann winkte ich ein Taxi heran.
„Zum Flughafen“, sagte ich. „Und geben Sie Gas.“
Kapitel 1
Alinas Hand ruhte auf Julians Arm, ein leichter, stetiger Druck in der vibrierenden Dunkelheit des Wagens.
„Du musst das nicht tun, Julian.“
Er starrte geradeaus, seine Fingerknöchel auf dem Lenkrad seines maßgefertigten Porsche 911 GT3 waren weiß. Die Lichter der Stadt zogen an ihnen vorbei, ein verschwommener Streifen aus Neon und Ehrgeiz.
„Ich muss, Alina. Alle schauen zu.“
Seine Stimme war angespannt. Es ging nicht um den Nervenkitzel des Rennens. Es ging darum, seinen Thron zurückzuerobern. Julian von Altenberg, der Erbe des Frankfurter Finanzimperiums, musste beweisen, dass er zurück war.
Der Motor brüllte auf, ein tiefes Grollen, das Macht versprach. Vor ihnen stand ein anderes Auto, ein schnittiger, schwarzer Ferrari, an der informellen Startlinie. Isabelle von Schönfeld saß am Steuer. Sie ließ den Motor aufheulen, eine direkte Herausforderung, und warf ihm durch ihr offenes Fenster einen Blick zu – eine Mischung aus Verführung und Spott.
Dieser Blick war alles, was es brauchte.
Julian trat das Gaspedal durch. Der Porsche schoss nach vorne und presste Alina in den Ledersitz. Die Welt verschwamm zu einem Tunnel aus Geschwindigkeit und Lärm. Er war ein brillanter Fahrer, rücksichtslos, aber geschickt.
Dann scherte Isabelles Ferrari aus, eine scharfe, absichtliche Bewegung. Er touchierte ihr Hinterrad.
Die Welt drehte sich. Metall kreischte auf Asphalt. Alinas Seite des Wagens krachte gegen eine Betonbarriere, der Klang eine ohrenbetäubende Endgültigkeit.
Sie sah in Zeitlupe zu, wie der Motorblock Feuer fing. Flammen leckten an der zerknitterten Motorhaube. Julian war bewusstlos, über das Lenkrad gesackt, Blut sickerte aus einer Wunde an seiner Schläfe.
Panik wich einem kalten, zielgerichteten Entschluss. Ihr eigener Körper schrie vor Schmerz, aber sie ignorierte es. Sie schnallte ihn ab, dann sich selbst. Das Feuer wurde heißer, der Geruch von brennendem Benzin lag schwer in der Luft.
Sie zerrte ihn, ein totes Gewicht, aus der Fahrerseite. Gerade als sie das Wrack verlassen hatten, explodierte das Auto. Die Wucht schleuderte sie nach vorne, und eine Hitzewelle überrollte ihren Rücken. Der Schmerz war sofort da, sengend, ein Feuer, das ihre Haut und ihre Zukunft verzehrte.
Ihr letzter Gedanke, bevor sie das Bewusstsein verlor, war sein Name.
Julian.
Vier Jahre lang war dieser Name ihre ganze Welt. Er lag im Koma, eine wunderschöne, zerbrochene Puppe in einem sterilen weißen Zimmer. Die Familie von Altenberg bezahlte die beste Pflege, aber es war Alina, die Tag und Nacht da war.
Sie gab alles auf. Ihre vielversprechende Karriere als Künstlerin, ihre Freunde, ihr Erbe von ihrer „neureichen“ Familie, das die von Altenbergs so verachteten. Sie lernte, seine Infusionen zu wechseln, stundenlang mit ihm über eine Welt zu sprechen, die er nicht sehen konnte, die mitleidigen Blicke auf die entstellenden Brandnarben zu ignorieren, die sich über ihren Rücken und ihren Hals zogen, eine permanente Erinnerung an ihr Opfer.
Dann, eines Tages, wachte er auf.
Und jetzt, sechs Monate später, stand er auf einer Bühne, zurück in einem maßgeschneiderten Anzug, der König, der in sein Königreich zurückgekehrt war. Eine Live-Übertragung streamte seine erste öffentliche Ansprache seit seiner Genesung.
Alina stand an der Seite der Bühne, ihr Herz hämmerte. Sie trug ein hochgeschlossenes Kleid, um die schlimmsten Narben zu verbergen. Das sollte auch ihr Moment sein. Der Moment, in dem er der Frau, die ihn gerettet hatte, der Frau, die er zu heiraten versprochen hatte, offiziell dankte.
Julian war magnetisch, er hatte das Publikum aus Reportern und Investoren fest im Griff. „Meine Rückkehr wäre ohne die unerschütterliche Unterstützung einer Person nicht möglich gewesen“, sagte er, seine Stimme voller Emotionen.
Er hielt inne, und seine Augen suchten die Menge ab. Für eine Sekunde dachte Alina, er suche nach ihr. Aber sein Blick ging an ihr vorbei und blieb an jemandem im hinteren Teil des Raumes hängen.
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