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~Jane
Ethans trockene Stimme riss mich abrupt in die Gegenwart zurück und vertrieb den Schleier, der meine Gedanken umhüllt hatte. Mit der ihm so vertrauten Härte forderte er meine Aufmerksamkeit.
Seine Finger krallten sich mit berechnender Brutalität in mein Haar und rissen meinen Kopf zurück, bis ich fürchtete, er würde mir ganze Strähnen ausreißen. Sein Körper presste sich ungezügelt gegen meinen, jede Bewegung unterstrich seine Dominanz, als wollte er mich an meinen Platz erinnern. Er sprach, ironisch und grausam, provozierte mich, suchte eine Reaktion, die ich ihm verweigerte.
Ich schwieg, unfähig, die Bilder zu verdrängen, die sich mir aufdrängten. In Gedanken war er woanders, bei Eva. Ich sah sie ineinander verschlungen, ihre nackten Körper in den Laken, die dem Alpha vorbehalten waren, wie sie eine Intimität teilten, die einst mir gehört hatte. Dieser Anblick schmerzte mich zutiefst. Nur wenige Stunden zuvor war er noch bei ihr gewesen. Wie konnte er mich noch immer mit solcher Inbrunst berühren, als wäre sein Verlangen unstillbar, als könnte ihn keine Wölfin jemals befriedigen?
Der einzige bittere Trost war, dass ihr Duft nicht mehr an ihm haftete. Er hatte sich die Zeit genommen, sich zu waschen und alle Spuren seiner jüngsten Untreue zu beseitigen. Doch ich wusste, es würde nicht lange anhalten. Eve fand immer einen Weg, mich daran zu erinnern, wie sehr er sie begehrte, wie sehr er ihren Körper genoss.
Ethan glaubte, diskret zu sein, überzeugt davon, dass ich nichts wusste. In Wirklichkeit wusste ich dank ihr von ihrer Affäre. Eve genoss jedes Detail, das sie mir erzählte, ergötzte sich an meinem Leid, beschrieb ihre Umarmungen, ihr Lachen, ihren Spott über mich, wenn ich nicht dabei war.
Über mir glänzte sein kräftiger Körper im Schweiß. Seine rohe Schönheit, seine dominante Ausstrahlung, alles an ihm weckte instinktiv eine Reaktion in mir, wider Willen. Meine Sinne reagierten auf seine Pheromone, auf seine selbstsicheren Bewegungen, während sich ein dumpfer Schmerz in meiner Brust ausbreitete. Ich fühlte mich unbedeutend, reduziert auf ein bloßes Mittel zum Zweck, wo er doch zuvor geschworen hatte, ich sei der Mittelpunkt seiner Welt.
Heute war ich nichts weiter als ein Ventil. Ich fragte mich, wie lange ich diese stille Demütigung noch ertragen konnte. Sie musste aufhören, so oder so, bevor mich diese zwanghaften Gedanken zerstörten.
Die innere Anspannung wurde unerträglich, mein Körper und mein Geist standen kurz vor dem Zusammenbruch. Die Bilder ihrer Beziehung nahmen eine grausame Realität an, verstärkt durch jede Bewegung, die er mir aufzwang.
Ein Geräusch entfuhr mir unwillkürlich, als es jenen heiklen Punkt erreichte, den ich nicht ignorieren konnte.
Sein Lächeln wurde spöttisch, fast selbstzufrieden, und er fuhr fort, wiederholte die Geste mit amüsierter Grausamkeit und nährte sich von meiner Reaktion, die er als Eingeständnis deutete. Er wartete darauf, dass ich sprach, nachgab, doch ich biss die Zähne zusammen und weigerte mich, ihm diesen Sieg zu gönnen.
Als er endlich sein Ziel erreicht hatte, starrte ich fassungslos an die Decke, während er sich mit einem tiefen Grollen ergehen ließ. Als er dann meine Lippen suchte, wandte ich angewidert den Kopf ab.
Ich habe kategorisch abgelehnt.
Ihre Hand, die sich noch immer in meinem Haar verfangen hatte, zwang mich, ihr ins Gesicht zu sehen. Ihre Stimme, tief und bedrohlich, wiederholte meine Ablehnung wie eine Drohung.
Wut und Bitterkeit brachen schließlich hervor. Ich fragte ihn bissig, ob er Eva nach der Besessenheit auch solche Zärtlichkeiten entgegengebracht habe. Meine eigene Dreistigkeit überraschte mich. Monatelang hatte ich meine Worte verschluckt. Er hingegen wies meine Frage mit einer verächtlichen Geste zurück, stieß mich weg, als wäre ich verrückt, und murmelte, ich sei wahnsinnig.
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