“Nach drei Jahren Ehe war sie noch immer Jungfrau. Nach einer Nacht voller Leidenschaft dachte sie, er hätte seine Meinung geändert, doch in Wirklichkeit wollte er nur seine große Liebe zurückgewinnen. Wenn Liebe Grenzen hat, dann hat auch Geduld Grenzen. Sie reichte ihm die Scheidungspapiere, doch er drückte sie gegen die Wand. „Du hast mich gewollt, und jetzt willst du mich nicht mehr. Das geht doch nicht so einfach!" Von da an ging es für die einst sanftmütige, langweilige Ehefrau beruflich bergauf, es gab immer wieder Gerüchte über Affären, und die Männer an ihrer Seite wechselten wie im Jahreszeitenzyklus. Das Einzige, was unverändert blieb, war sein unglücklicher Gesichtsausdruck als Ehemann. Bis ihr Bauch immer größer wurde und sie ein Kind zur Welt brachte, von dem niemand wusste, von wem es war. Er ertrug es, ertrug es weiter und beschloss, es noch länger zu ertragen. Aber als er sich entschlossen hatte, gerne Vater zu werden – winkte sie ab: „Danke für Ihre Freundlichkeit, aber solche Dinge gibt es noch viele, ich kann Sie nicht immer damit belästigen."”