“Nina war seit zehn Jahren an Julians Seite, angeblich als seine persönliche Ärztin, doch in Wahrheit war sie seine Geliebte. Wann immer er in Konflikten verletzt wurde, versorgte sie seine Wunden; in seinen Momenten der Einsamkeit war sie da, um ihn zu trösten. Nina glaubte, dass sie irgendwann sein Herz gewinnen würde, wenn sie nur genug von sich gab. Das war, bis seine verklärte Liebe ins Land zurückkehrte und Nina in seinen Augen wertlos wurde. Er warf sie weg wie etwas völlig Überflüssiges. Selbst sein Assistent konnte es nicht mit ansehen und riet Julian, sie zu schätzen, doch er wies den Vorschlag spöttisch zurück. „Nina gehörte nie zu meinem Lebensentwurf. Ich habe sie nur behalten, weil sie eine leichte Ähnlichkeit mit Aria hat." In diesem Moment erschien Ninas Verliebtheit wie ein schlechter Scherz. Als er seinen Arm um die Hüfte seiner Traumfrau schlang, lächelte und sie bat, bei der Hochzeitsplanung zu helfen, weinte Nina nicht und machte auch keine Szene. Sie lächelte nur unter Tränen und stimmte gehorsam zu. Dann drehte sie sich um und wählte eine Nummer. „Es sind nur noch sieben Tage von der zehnjährigen Verpflichtung übrig. Ich kündige die Vereinbarung, und ab jetzt werde ich mit Julian nichts mehr zu tun haben."”