Eine peinliche urologische Untersuchung führte dazu, dass Ximena, eine brillante Ärztin, auf die größte verborgene Schwäche von Aydan stieß, einem unerreichbar reichen Erben: sein zutiefst beschämendes Geheimnis. In der Öffentlichkeit war er ein skrupelloser Geschäftsmagnat, der Liebe als Schwäche betrachtete. Doch privat war er ihr Patient, der gegen eine verborgene Krankheit kämpfte, und sie war die einzige Person, die ihm helfen konnte. Ein Ehevertrag verband ihre Leben miteinander. Vor der Hochzeit zog er eine klare Grenze. „Doktor. Halten Sie Abstand.“ Danach flehte er sie an: „Schatz ... fühlst du wirklich gar nichts?“ Ximena blinzelte. „Das sollte doch nur ein Vertrag sein. Warum tust du jetzt so, als wäre es echt?“
In der Andrologieabteilung im dritten Stock des Medizinischen Zentrums Apex in Osebury hatte Ximena Hayes sich gerade erst auf ihren Stuhl gesetzt, als die Tür aufgestoßen wurde.
Ein breitschultriger Mann trat ein, seine Silhouette scharf vom Licht des Korridors hinter ihm umrissen.
Aydan Dixon trug einen perfekt geschnittenen anthrazitfarbenen Anzug, der seine athletische V-Silhouette betonte, während seine langen, gemessenen Schritte bei jedem Auftritt eine unverkennbare Autorität ausstrahlten.
Als er vollständig ins Blickfeld trat, zeichneten sich seine Züge klar ab, und selbst Ximena, die in all den Jahren schon unzählige Männer gesehen hatte, war insgeheim beeindruckt.
Was für ein absoluter Hingucker!
Ihre Augen blieben für einen kurzen Herzschlag auf seinem Gesicht, bevor sie zu der klaren Linie seiner maßgeschneiderten Hose glitten und schließlich an einer bestimmten Stelle verweilten.
Was für eine Schande!
Zweifellos gutaussehend, doch vielleicht weniger beeindruckend, wenn es wirklich darauf ankam.
Ximena hob den Blick, räusperte sich leise und deutete mit gleichmäßiger Stimme auf die Untersuchungsliege neben ihr. „Legen Sie sich dort hin und ziehen Sie Ihre Hose aus.“
Aydan war sprachlos.
Die Atmosphäre schien augenblicklich zu erstarren.
Sein Gesicht verhärtete sich, sein Blick wurde eisig, als er die überraschend junge Frau vor sich musterte, mit prüfender Aufmerksamkeit und unverkennbarem Misstrauen.
Sie trug einen weißen Kittel, ihr Haar war zu einem glatten, hohen Pferdeschwanz gebunden, der ihr frisches, ungeschminktes Gesicht freilegte.
Sie sah kaum älter als zwanzig aus, eher wie eine Praktikantin frisch von der medizinischen Hochschule als jemand, der die Verantwortung trug.
„Wo ist Dr. Jeff Baumann?“, fragte Aydan mit leiser, unverkennbar misstrauischer Stimme.
„Dr. Baumann wurde zu einer Notoperation gerufen“, antwortete Ximena gleichmäßig, während sie seinen Blick hielt und lässig ihr Namensschild zu ihm drehte.
In kräftigen schwarzen Lettern prangte darauf ihr Titel: Oberärztin Ximena Hayes.
Sie neigte den Kopf in Richtung der Untersuchungsliege und sagte: „Ich bin Dr. Hayes. Ich vertrete Dr. Baumann heute. Herr Dixon, mein Zeitplan ist eng, also legen Sie sich bitte hin und kooperieren Sie.“
Aydans Brauen zogen sich zusammen.
Er war heute nur gekommen, weil sein Großvater, Hugh Dixon, ihn unerbittlich gedrängt hatte.
Hugh war überzeugt, dass die völlige Gleichgültigkeit seines fast dreißigjährigen Enkels gegenüber Frauen auf ein verborgenes Problem hindeuten musste, und hatte deshalb auf einer umfassenden Untersuchung bestanden.
Hugh hatte ihm immer wieder versichert, dass Jeff ein vertrauenswürdiger alter Freund sei und seine Privatsphäre ohne Fehl und Tadel wahren würde, sodass er beruhigt sein könne.
Doch nun war der Mann, der ihn untersuchen sollte, durch eine junge Frau ersetzt worden, anstatt durch diesen langjährigen Freund?
Aydans Geduld riss; ohne ein weiteres Wort drehte er sich zur Tür.
Der gesamte Termin erschien ihm absurd.
„Herr Dixon!“ An der Tür eilte Colby Daum, sein Assistent, vor und versperrte ihm den Weg. „Ihr Großvater hat gerade wieder angerufen, und er sagte, dass Sie heute… mit dem Untersuchungsbericht in der Hand gehen müssen, sonst…“
Colby schluckte, die Nervosität in seiner Stimme war deutlich zu hören, als er beendete: „Sonst… wird er persönlich kommen, um die Untersuchung zu überwachen…“
Persönlich überwachen?
Aydans markante Züge verdunkelten sich wie der Himmel vor einem Sturm.
Er stand regungslos da, seine Schläfen pochten scharf.
Er konnte es sich lebhaft vorstellen, wie Hugh, flankiert von Sicherheitsleuten, neben ihm saß und mit liebevoller Anteilnahme zusah, während er von der Taille abwärts nackt untersucht wurde.
Aydan, mit achtundzwanzig Jahren im Sitzungssaal für seine Rücksichtslosigkeit bekannt, fand sich plötzlich in einer Situation wieder, in der selbst er nur selten in die Enge getrieben wurde.
Er atmete tief ein, der Atem schwer, als hätte sich ein Stein unter seinen Rippen festgesetzt.
Am Ende siegte die Logik über den Stolz.
Mit steifen Schritten ging er auf die Untersuchungsliege zu, und jeder Schritt nagte an dem Rest seiner Würde.
„Legen Sie sich hin.“ Ximenas Stimme erklang noch einmal, flach und unnachgiebig.
Aydan sagte nichts, als er sich auf die Liege legte.
Die Muskeln unter seinem Anzug waren angespannt, von purer Selbstbeherrschung straff gehalten.
Ximena zog ein Paar medizinische Handschuhe an und trat näher, blickte mit der distanzierten Konzentration auf ihn herab, die man einem Trainingsdummy schenken würde. „Ziehen Sie Ihre Hose aus. Muss ich mich wiederholen?“
Sein Kiefer spannte sich sichtbar an. Er schloss die Augen, atmete langsam ein und öffnete dann abrupt und entschlossen seinen Gürtel.
Dann kam der Reißverschluss.
Während der gesamten Prozedur hielt er den Kopf zur Seite gedreht, sein Blick auf die anatomische Tafel an der Wand fixiert, als könnte bloße Intensität sie durchbrennen.
In dem Moment, als er Ximenas Aufmerksamkeit auf sich gerichtet spürte, wurde sein Körper steif wie Stein.
„Entspannen Sie sich“, sagte sie gleichmäßig. „Angespannt zu bleiben, wird die Ergebnisse beeinträchtigen.“
Entspannen?
Aydan verlor bei dem Vorschlag fast den Atem.
Er fühlte sich, als hinge er am seidenen Faden, und diese Frau wies ihn ruhig an, sich zu entspannen?
Unbeeindruckt von seinem inneren Chaos fuhr Ximena mit der Untersuchung fort.
Ihre Handlungen waren effizient und klinisch, ohne das geringste Zögern.
Ihre behandschuhten Finger übten präzisen Druck aus, während sie ihn sorgfältig untersuchte.
Für sie war es nur ein weiterer Fall an einem langen Arbeitstag.
Für ihn dehnte sich jede Sekunde zu einer Bestrafung aus.
Und der unangenehmste Teil hatte noch nicht einmal begonnen.
Während sie arbeitete, begann sie die routinemäßige Befragung. „Haben Sie einen konsistenten Tagesablauf?“
„Ja.“ Das Wort kam durch zusammengebissene Zähne.
„Haben Sie morgendliche Erektionen?“
Aydans Schläfe pochte scharf.
Die Frage ließ eine Röte über sein scharf gezeichnetes Profil steigen, doch er zwang sich, dennoch zu antworten. „Ja.“
Ximena nickte leicht, unüberrascht, und fuhr fort: „Wann war Ihr letzter sexueller Kontakt?“
Meine bezaubernde Ärztin heilt mein Herz
Elara Greene
Modern
Kapitel 1 Legen Sie Sich Dort Hin Und Ziehen Sie Ihre Hose Aus
07/08/2028
Kapitel 2 Es Können Funktionelle Unregelmäßigkeiten Vorliegen
10/08/2026
Kapitel 3 Ich Sagte, Du Bist Verantwortlich
10/08/2026
Kapitel 4 Deine Bedingungen
10/08/2026
Kapitel 5 Eine Passende Partie Arrangieren
10/08/2026
Kapitel 6 Ich War Sofort Hin Und Weg Von Dr. Hayes
10/08/2026
Kapitel 7 Ich Hoffe, Wir Können Bald Heiraten
10/08/2026
Kapitel 8 Der Ehevertrag
10/08/2026
Kapitel 9 Ich Fühle Mich Inspiriert Heute Mehr Patienten Zu Helfen
10/08/2026
Kapitel 10 Deine Hingabe Ist Unglaublich Tief Und Berührend
10/08/2026
Kapitel 11 Abendessen Mit Claude
10/08/2026
Kapitel 12 Er Tat Das Absichtlich
10/08/2026
Kapitel 13 Das Geht Dich Nichts An
10/08/2026
Kapitel 14 Es War Übertrieben
10/08/2026
Kapitel 15 Aydan Gehörte Zu Ihr
10/08/2026
Kapitel 16 Wer Bist Du, Dass Du Urteilen Darfst
10/08/2026
Kapitel 17 War Das Rettung – Oder Ein Regelrechter Mord
10/08/2026
Kapitel 18 Diese Frau Gehorchte Nur Sich Selbst
10/08/2026
Kapitel 19 Hugh Macht Ein Großes Geschenk
10/08/2026
Kapitel 20 Was Genau Hast Du Vor
10/08/2026
Kapitel 21 Die Medizinische Hochschule Osebury Feierte Ihr Hundertjähriges Bestehen
10/08/2026
Kapitel 22 Ich Werde Zu Dir Stehen
10/08/2026
Kapitel 23 Ich Fühle Mich Nicht Gut
10/08/2026
Kapitel 24 Herr Dixons Prostatitis
10/08/2026
Kapitel 25 Wenn Vorteile Angenommen Werden, Verlieren Beschwerden Ihre Berechtigung
10/08/2026
Kapitel 26 Bist Du Ein Bisschen Unrealistisch
10/08/2026
Kapitel 27 Kleinliche Rache
10/08/2026
Kapitel 28 Rache Schmeckte Am Besten Kalt.
10/08/2026
Kapitel 29 Du Hast Nicht Das Recht, Meinen Beruf Oder Meine Arbeitsmoral Herabzuwürdigen
10/08/2026
Kapitel 30 Wag Es, Das Noch Einmal Zu Sagen
10/08/2026
Kapitel 31 Ich Glaube, Ich Habe Abgenommen
10/08/2026
Kapitel 32 Etwas Stimmt Ganz Und Gar Nicht
10/08/2026
Kapitel 33 Jemand Könnte Dir Absichtlich Schaden
10/08/2026
Kapitel 34 Du Würdest Keine Drei Monate Überleben!
10/08/2026
Kapitel 35 Herr Dixon, Das Ist Zu Ihrem Wohl
10/08/2026
Kapitel 36 Dir Wird Nichts Schlimmes Zustoßen
10/08/2026
Kapitel 37 Eine Unbestreitbare Kontrollbesessenheit
10/08/2026
Kapitel 38 Meine Frau Würde Das Nicht Gutheißen
10/08/2026
Kapitel 39 Herr Dixon, Es Sieht Aus, Als Wären Wir Gefangen
10/08/2026
Kapitel 40 Was Für Ein Heuchler!
10/08/2026