Die Rückkehr der verstoßenen Verlobten

Die Rückkehr der verstoßenen Verlobten

Orion Nightingale

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Kapitel

Vor sieben Jahren warf die reiche Hopkins-Familie Aubree wie wertlosen Müll auf die Straße. Als sie sie nun unerwartet zurückholten, erwartete sie keine familiäre Wärme, sondern pure Verachtung. Ihr eigener Bruder warf ihr einen Millionen-Scheck durchs Autofenster und befahl ihr voller Hass, für immer aus New York zu verschwinden. Ihre Stiefschwester inszenierte auf einem elitären Bankett absichtlich einen Eklat, um Aubree vor allen Gästen als gewalttätige, unzivilisierte Wilde darzustellen. Selbst ihr arroganter Verlobter, Sterling Prescott, stellte sie vor der versammelten High Society bloß. „Ich werde meinen Namen nicht mit Müll in Verbindung bringen lassen", verkündete er lautstark und forderte die Security auf, sie auf die Straße zu zerren. Die elitären Gäste starrten Aubree angewidert an und warteten schadenfroh auf ihren demütigenden Rauswurf. Niemand von ihnen ahnte, durch welche Hölle Aubree in den letzten sieben Jahren gegangen war, um zu einer tödlichen Waffe und zur legendären Dark-Web-Strategin „Morpheus" zu werden. Sie hielten sie für ein schwaches, ungebildetes Bauernmädchen, das man beliebig zertreten und demütigen konnte. Doch bevor die Wachen sie auch nur berühren konnten, donnerte eine tiefe Stimme vom Balkon. Ellery Prescott, der rücksichtslose Milliardär und Patriarch der Familie, schritt die Treppe hinab und ignorierte seinen eigenen Enkel völlig. Zur absoluten Fassungslosigkeit der Menge verbeugte sich der mächtigste Mann der Wall Street respektvoll vor Aubree. „Mein Enkel ist ein Narr und Ihrer völlig unwürdig", erklärte er kalt, löste die Verlobung auf und ließ Sterlings Verbündete hinauswerfen. Aubree blickte mit eisigen Augen auf ihre zitternde Familie herab – das Spiel um ihren Untergang hatte soeben erst begonnen.

Die Rückkehr der verstoßenen Verlobten Kapitel 1

Aubree drückte ihr Gewicht gegen die schweren Glastüren von Terminal 4.

Der Novemberwind traf sie sofort. Es war ein brutaler, physischer Schlag, der durch ihre dünne, verwaschene olivfarbene Jacke schnitt. Sie verengte ihre schieferblauen Augen gegen die grelle Nachmittagssonne. Die Luft, dick vom Quietschen der Reifen und hupenden Hörnern, schmeckte nach Abgasen und abgestandenem Asphalt.

Sie ging zum Abholbereich am Straßenrand.

Ein abgenutzter schwarzer Chevrolet Suburban stand im Leerlauf an der Betonabsperrung. Ein Mann in einem billigen Anzug lehnte an der Beifahrertür. Carl. Der Fahrer der Familie Hopkins. Carl war Gayes Mann, lange nach Eleanors Tod eingestellt, und seine Loyalität war vollständig durch das Geld der Stiefmutter erkauft. Er hielt ein Stück zerrissener Pappe. Der Name Aubree war darauf mit einem dicken, unsauberen schwarzen Marker gekritzelt.

Drei Frauen gingen an Aubree vorbei. Sie zogen Louis Vuitton Koffer über das Pflaster. Die Räder klickten laut.

Eine der Frauen, eine Blondine in einem Kaschmirmantel, sah auf Aubrees ausgewaschene Jeans. Die Blondine hielt sich die Nase zu.

„Riecht wie in einem Obdachlosenheim", flüsterte die Blondine ihrer Freundin zu. Ein scharfes, spöttisches Lachen folgte.

Aubree blinzelte nicht. Ihr Herzschlag blieb bei ruhigen sechzig Schlägen pro Minute. Sie ging weiter direkt auf Carl zu.

Carl sah sie. Er nahm einen langen Zug von seiner Zigarette. Als Aubree vor ihm stehen blieb, beugte er sich vor und blies ihr eine dicke Wolke grauen Rauchs direkt ins Gesicht.

Der beißende Rauch traf ihre Augen. Er wollte, dass sie hustete. Er wollte, dass sie zurückwich.

Aubrees Atmung änderte sich nicht. Sie stand vollkommen still.

Carl grinste. Er zerknüllte das Pappschild in seiner Faust und warf es in einen nahegelegenen Mülleimer.

„Wirf den Müllsack selbst in den Kofferraum", befahl Carl. Seine Stimme war dick vor Langeweile und Ekel.

Aubree blieb stehen. Sie neigte ihren Kopf langsam um einen winzigen Spalt. Sie hob die Augen und fixierte Carls Gesicht mit ihrem Blick.

Es war der Todesblick eines Scythe-Top-Assets, ein Blick, der jede Fassade durchdrang und nur das Ziel sah. Es gab keine Wut in ihren schieferblauen Augen. Es gab keine Menschlichkeit. Es war der kalkulierte, leere Blick eines Raubtiers, das die genaue Kraft einschätzte, die nötig war, um einem Beutetier das Genick zu brechen.

Carls Grinsen erstarrte.

Ein heftiger Schauer fuhr ihm über den Rücken. Die Luft in seinen Lungen fühlte sich plötzlich zu dick zum Atmen an. Sein Magen zog sich zusammen und verkrampfte sich zu einem kalten, harten Knoten. Er fühlte sich, als würde ein roter Scharfschützenpunkt direkt zwischen seinen Augen ruhen.

Die Zigarette in seiner Hand begann zu zittern.

Heiße Asche fiel von der Spitze. Sie landete direkt auf seinem polierten Lederschuh. Er bemerkte den Brand nicht einmal. Carl machte instinktiv einen halben Schritt zurück. Seine Schulterblätter schlugen hart gegen die Metalltür des SUV.

„Öffne es", sagte Aubree.

Ihre Stimme war flach. Sie hatte keine Lautstärke, aber sie schnitt durch den Flughafenlärm wie eine chirurgische Klinge.

Carls Gehirn schaltete kurz. Sein Körper bewegte sich, bevor er die Demütigung verarbeiten konnte. Seine zitternde Hand griff aus und riss die hintere Tür auf.

Aubree warf ihre Segeltuchtasche auf den Fußraum. Sie landete mit einem soliden, unerwartet schweren Aufprall, der das Chassis leicht vibrieren ließ. Sie glitt auf den Rücksitz. Das Auto roch nach billigem Kiefern-Lufterfrischer und altem Leder.

Carl wischte sich mit dem Ärmel eine Schicht kalten Schweiß von der Stirn. Er tauchte förmlich auf den Fahrersitz.

Er schlug seine Tür zu. Der Motor brüllte auf. Der Chevrolet fuhr in erstickender Stille vom Bordstein weg, in Richtung der Upper East Side von Manhattan.

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“Vor sieben Jahren warf die reiche Hopkins-Familie Aubree wie wertlosen Müll auf die Straße. Als sie sie nun unerwartet zurückholten, erwartete sie keine familiäre Wärme, sondern pure Verachtung. Ihr eigener Bruder warf ihr einen Millionen-Scheck durchs Autofenster und befahl ihr voller Hass, für immer aus New York zu verschwinden. Ihre Stiefschwester inszenierte auf einem elitären Bankett absichtlich einen Eklat, um Aubree vor allen Gästen als gewalttätige, unzivilisierte Wilde darzustellen. Selbst ihr arroganter Verlobter, Sterling Prescott, stellte sie vor der versammelten High Society bloß. „Ich werde meinen Namen nicht mit Müll in Verbindung bringen lassen", verkündete er lautstark und forderte die Security auf, sie auf die Straße zu zerren. Die elitären Gäste starrten Aubree angewidert an und warteten schadenfroh auf ihren demütigenden Rauswurf. Niemand von ihnen ahnte, durch welche Hölle Aubree in den letzten sieben Jahren gegangen war, um zu einer tödlichen Waffe und zur legendären Dark-Web-Strategin „Morpheus" zu werden. Sie hielten sie für ein schwaches, ungebildetes Bauernmädchen, das man beliebig zertreten und demütigen konnte. Doch bevor die Wachen sie auch nur berühren konnten, donnerte eine tiefe Stimme vom Balkon. Ellery Prescott, der rücksichtslose Milliardär und Patriarch der Familie, schritt die Treppe hinab und ignorierte seinen eigenen Enkel völlig. Zur absoluten Fassungslosigkeit der Menge verbeugte sich der mächtigste Mann der Wall Street respektvoll vor Aubree. „Mein Enkel ist ein Narr und Ihrer völlig unwürdig", erklärte er kalt, löste die Verlobung auf und ließ Sterlings Verbündete hinauswerfen. Aubree blickte mit eisigen Augen auf ihre zitternde Familie herab – das Spiel um ihren Untergang hatte soeben erst begonnen.”
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