Die verstoßene Ex-Frau ist eine Milliardärin

Die verstoßene Ex-Frau ist eine Milliardärin

infanta123

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Kapitel

Nach einem siebzehnstündigen Flug kehrte Isabel in ihr Penthouse zurück, doch statt einer Begrüßung empfing sie der süßliche Geruch eines fremden Parfüms. Ihr Ehemann Darius warf ihr emotionslos die Scheidungspapiere auf den Tisch. „Ich bin in Dove verliebt. Diese Ehe war ein Fehler, nimm die Million und verschwinde." Die Abfindung war eine lächerliche Beleidigung im Tausch für den Verzicht auf alle Rechte an der milliardenschweren Lloyd Group. Als Isabel sich weigerte, zeigte die elitäre Familie ihr wahres Gesicht. Darius und seine Geliebte taten sich zusammen, um sie gesellschaftlich zu vernichten. Sie behaupteten öffentlich, Isabels Geld stamme aus einem kriminellen Schneeballsystem, und hetzten ihr eine weinende Schauspielerin auf den Hals. Sie inszenierten diesen demütigenden Skandal mitten in der renommiertesten Anwaltskanzlei New Yorks, um sicherzustellen, dass kein Anwalt der Stadt es wagen würde, ihren Fall anzunehmen. Drei Jahre lang hatte sie die Rolle der stillen, gehorsamen Ehefrau gespielt. Sie hatte sogar heimlich mit ihrem eigenen Geld das Familienunternehmen vor dem sicheren Bankrott gerettet. Und nun dachten sie ernsthaft, sie könnten sie nach all dem wie wertlosen Müll entsorgen? Was Darius nicht wusste: Isabel war keine hilflose Waise aus der Unterschicht, sondern die wahre Besitzerin von vier Prozent der Lloyd-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Als der rücksichtsloseste Anwalt der Stadt sich unerwartet auf ihre Seite stellte, lächelte Isabel kalt. Die Mission war beendet, jetzt würde sie zusehen, wie ihr Imperium brannte.

Die verstoßene Ex-Frau ist eine Milliardärin Kapitel 1

„Wir müssen reden."

Die Worte erwarteten sie an der Tür, doch es war der Geruch, der sie jäh innehalten ließ.

Gardenien. Süßlich und schwer. Ein Parfüm, das sie nie trug.

Ihr Blick schweifte durch das Wohnzimmer und blieb auf Darius Lloyd hängen. Ihrem Ehemann. Er saß auf dem weißen Ledersofa, seine Krawatte locker am Hals geknotet. Ein halb leeres Glas Whiskey hinterließ einen Kondensationsring auf dem Marmor-Couchtisch.

Er drückte eine Zigarette in einem bereits überquellenden Aschenbecher aus. „Du bist zurück."

Keine Begrüßung. Eine Unannehmlichkeit.

„Mein Flug ist vor einer Stunde gelandet." Ihre Stimme war rau, geschunden von siebzehn Stunden recycelter Kabinenluft. Sie stellte ihr Handgepäck an die Tür.

Sein Kinn zuckte in Richtung Couchtisch. „Isabel. Ziehen wir das nicht in die Länge. Das sind Scheidungspapiere."

Ihr Blick wanderte von den Dokumenten zu dem silbernen Rahmen daneben. Das Foto ihres Hochzeitstages war verschwunden. An seiner Stelle war ein Bild von Darius mit einer anderen Frau – Dove Mullen. Sein Arm lag besitzergreifend um ihre Taille, ihre Lächeln waren strahlend und intim.

Ihr Puls beschleunigte sich nicht. Ihr Atem stockte nicht. Da war nur das leise, gleichmäßige Summen der Belüftungsanlage des Penthouses, ein Geräusch, das sie noch nie zuvor bemerkt hatte.

Drei Jahre. Drei Jahre lang eine Rolle gespielt, und so fiel der Vorhang.

„Ich bin in Dove verliebt", sagte Darius. Die Worte waren geübt, vor einem Spiegel einstudiert, während sie zehntausend Meter hoch in der Luft war. „Diese Ehe… sie war ein Fehler. Wir wissen beide, dass nie etwas Echtes zwischen uns war."

Er stand auf, ging auf und ab, fuhr sich mit einer Hand durch sein perfekt gestyltes Haar. „Meine Familie stimmt zu. Das muss schnell erledigt werden. Diskret."

Isabel sah ihn nicht an. Sie überquerte den plüschigen Teppich, ihre Absätze lautlos, und hob das dicke Dokument auf. Ihre Finger, kühl und ruhig, blätterten durch die Seiten. Ihre Augen überflogen den juristischen Fachjargon mit der distanzierten Effizienz von jemandem, der einen Quartalsbericht liest.

Sein Geständnis, seine Abweisung ihrer drei gemeinsamen Jahre – es war Information. Nichts weiter.

Darius hörte auf, auf und ab zu gehen. Er hatte Tränen erwartet. Anschuldigungen. Eine Szene. Die Stille dehnte sich, entzog dem Raum die Luft, rieb an seinen Nerven wie Nägel auf Glas.

„Hörst du mir überhaupt zu?"

Das tat sie. Sie kalkulierte auch.

Die Bedingungen waren eine Beleidigung. Eine einzige Immobilie in einem Vorort, den sie nie besucht hatte. Eine Million Dollar. Im Gegenzug würde sie auf alle Rechte an der Lloyd Group und ihren Vermögenswerten verzichten.

Ein kleines, tödliches Lächeln berührte Isabels Lippen.

Eine Million Dollar.

Es würde nicht einmal die Steuerschuld auf ihre vierteljährlichen Dividenden von einer einzigen ihrer Briefkastenfirmen decken.

Sie schloss den Ordner. Das leise Klicken des Umschlags hallte im stillen Raum wider wie eine zuschlagende Tür.

„Ich stimme der Scheidung zu."

Darius starrte. Der Kampfgeist wich aus ihm. Er hatte sich auf eine Belagerung vorbereitet, und sie hatte gerade die Tore geöffnet. Der Sieg fühlte sich hohl an. Beunruhigend.

Ein Anflug von Verwirrung huschte über sein Gesicht, bevor es sich zu der selbstgefälligen Maske verhärtete, die sie so gut kannte. Er richtete seine Krawatte. „Gut. Das macht die Dinge einfacher."

Er räusperte sich. „Noch eine Bedingung. Für den Ruf der Familie und um Marktvolatilität zu verhindern, werden Sie ein Jahr lang nach Abschluss der Scheidung weiterhin bei der Lloyd Group arbeiten." Sein Ton war großmütig, wie ein König, der einem Bauern ein Stück Land gewährt. „Ihre Position ist sicher. Das ist das Mindeste, was ich tun kann."

Er sah sie immer noch als Wohltätigkeitsfall. Eine kompetente, dankbare Angestellte, die er gnädigerweise auf der Gehaltsliste behielt.

Die Herablassung wäre lachhaft gewesen, wäre sie nicht so nützlich.

Zum ersten Mal hob Isabel den Kopf. Ihre Augen trafen seine, flach und kalt. Zwei schwarze Spiegel, die nichts widerspiegelten.

„Arbeiten?" Ihre Stimme war sanft. Zu sanft. Die Art von Sanftheit, die dem Fall einer Guillotinenklinge vorausgeht. „Darius, du scheinst etwas vergessen zu haben."

Sie schob ihm die Scheidungsvereinbarung zurück. „Das werde ich nicht unterschreiben."

Sie stand auf. Ihr Rücken richtete sich auf, unnachgiebig wie geschmiedeter Stahl. „Ich werde mir nehmen, was mir zusteht."

Seine Stirn runzelte sich. „Was willst du? Mehr Geld? Ist eine Million nicht genug für eine Frau wie dich?" Gier. Das war alles, was er sah. Ein Mädchen aus dem Nichts, das den Jackpot geknackt hatte und nicht loslassen konnte.

Isabel ging zu den bodentiefen Fenstern, den Rücken zu ihm. Die Lichter Manhattans glitzerten unten, spiegelten sich in ihren dunklen Augen. Ein Königreich aus Glas und Ehrgeiz. Ihr Königreich, ob es jemand wusste oder nicht.

„Ich will dein Geld nicht", sagte sie, ihre Stimme trug mit leiser, verheerender Autorität durch den weitläufigen Raum. „Was ich mir nehme, sind die vier Prozent der Lloyd Group-Aktien, die ich besitze."

Die Luft im Raum erstarrte.

Die Farbe wich aus Darius’ Gesicht. „Was? Du bist verrückt. Welche Aktien? Du besitzt keine Aktien."

Sie drehte sich nicht um. Die Fakten brauchten keine Verteidigung. Die Wahrheit brauchte kein Publikum.

Ein Muskel in seinem Kiefer zuckte. Er sah die Frau an, mit der er drei Jahre verheiratet gewesen war, und eine widerliche, eiskalte Erkenntnis kroch ihm den Rücken hinunter.

Er kannte sie nicht.

Er hatte sie nie gekannt.

Isabel ging ins Foyer und hob ihren Koffer auf. „Mein Anwalt wird sich mit deinem in Verbindung setzen."

Sie hielt an der Tür inne. Ihre Hand hob sich, und sie blickte auf den Ring an ihrem Finger – den Diamanten, den er ihr vor drei Jahren an die Hand gesteckt hatte, als sie töricht genug gewesen war zu glauben, er bedeute etwas. Den Ring, den sie einst jede Nacht poliert hatte, als ob das Bewahren seines Glanzes die Ehe am Leben erhalten könnte.

Ihr Kiefer spannte sich an. Nicht vor Trauer. Sondern vor Verachtung.

Sie riss den Ring mit einer scharfen, heftigen Bewegung vom Finger und schleuderte ihn auf das silberne Tablett auf dem Konsolentisch. Er traf das Metall mit einem harten, klingenden Klirren – ein Geräusch, das wie ein Schuss durch das Penthouse hallte.

Sie sah nicht zurück, um zu sehen, wo er landete.

Die Tür klickte zu und schloss Darius in dem Penthouse ein, das nicht länger ihr gehörte.

Gebürsteter Stahl und Stille umhüllten sie, als die Aufzugtüren zuglitten. Erst dann entspannte sich die starre Linie von Isabels Schultern. Ein langer, langsamer Atemzug entwich ihren Lippen – kein Seufzer der Traurigkeit, sondern der Befreiung.

Die Mission war beendet.

Jetzt konnte die eigentliche Arbeit beginnen.

Zurück im Penthouse stand Darius regungslos da und starrte auf die Tür.

Dann hob er langsam sein Telefon auf.

„Dove." Seine Stimme war sanft. Unberührt. „Ich habe es ihr gesagt. Sie will natürlich mehr Geld. Eine Frau wie die?" Ein schwaches Lächeln. „Sie versucht nur, meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Das tun sie immer."

Er wirbelte den Whiskey in seinem Glas und beobachtete, wie die Lichter der Stadt am Kristall glänzten.

„Das ist nichts, was ich nicht in den Griff bekomme."

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“Nach einem siebzehnstündigen Flug kehrte Isabel in ihr Penthouse zurück, doch statt einer Begrüßung empfing sie der süßliche Geruch eines fremden Parfüms. Ihr Ehemann Darius warf ihr emotionslos die Scheidungspapiere auf den Tisch. „Ich bin in Dove verliebt. Diese Ehe war ein Fehler, nimm die Million und verschwinde." Die Abfindung war eine lächerliche Beleidigung im Tausch für den Verzicht auf alle Rechte an der milliardenschweren Lloyd Group. Als Isabel sich weigerte, zeigte die elitäre Familie ihr wahres Gesicht. Darius und seine Geliebte taten sich zusammen, um sie gesellschaftlich zu vernichten. Sie behaupteten öffentlich, Isabels Geld stamme aus einem kriminellen Schneeballsystem, und hetzten ihr eine weinende Schauspielerin auf den Hals. Sie inszenierten diesen demütigenden Skandal mitten in der renommiertesten Anwaltskanzlei New Yorks, um sicherzustellen, dass kein Anwalt der Stadt es wagen würde, ihren Fall anzunehmen. Drei Jahre lang hatte sie die Rolle der stillen, gehorsamen Ehefrau gespielt. Sie hatte sogar heimlich mit ihrem eigenen Geld das Familienunternehmen vor dem sicheren Bankrott gerettet. Und nun dachten sie ernsthaft, sie könnten sie nach all dem wie wertlosen Müll entsorgen? Was Darius nicht wusste: Isabel war keine hilflose Waise aus der Unterschicht, sondern die wahre Besitzerin von vier Prozent der Lloyd-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Als der rücksichtsloseste Anwalt der Stadt sich unerwartet auf ihre Seite stellte, lächelte Isabel kalt. Die Mission war beendet, jetzt würde sie zusehen, wie ihr Imperium brannte.”
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