/0/32690/coverorgin.jpg?v=157f3e9643946762c0958c5c7c1c33d3&imageMogr2/format/webp)
Kathleen Walton litt an Leberkrebs und benötigte eine Transplantation. Doch dann stellte sie fest, dass ihr Mann Joshua Hayes, mit dem sie seit fünf Jahren verheiratet war, das Spenderorgan einer anderen Person geben wollte. Er hatte auch eine Geliebte und ein Kind außerhalb ihrer Ehe.
Die Wahrheit brach Kathleens Herz.
Ein untreuer Mann war wertlos, aber sie musste die ihr zustehende Spenderleber zurückzufordern.
Kathleen wählte eine Nummer, die sie seit fünf Jahren nicht mehr angerufen hatte. „Ich werde in Jaxperton operiert. Hol mich in drei Tagen ab.“
Nachdem sie gegangen war, verlor Joshua den Verstand.
…
Im dritten Jahr ihrer Leberkrebserkrankung wartete sie endlich auf ein passendes Spenderorgan.
Als ihr Arzt anrief, deckte Joshua sie vorsichtig mit der Decke zu und trat auf den Balkon, um den Anruf entgegenzunehmen.
Um ihr Sorgen zu ersparen, sprach er immer allein mit den Ärzten. An diesem Tag verspürte Kathleen einen plötzlichen Drang. Sie schnappte sich den Bluetooth-Ohrhörer vom Bett, steckte ihn in ihr Ohr und öffnete die Balkontür einen Spalt.
„Bist du sicher, dass du Kathleens Leber Ellas Mutter geben möchten?“, fragte eine Stimme.
„Ich bin sicher. Ich kann nicht zusehen, wie Ella ihre Mutter verliert. Sie hat mir eine Tochter geschenkt“, antwortete Joshua.
„Aber Kathleen bleiben ohne die Transplantation vielleicht nur noch drei Monate zu leben“, drängte die Stimme.
„Sie hat noch drei Monate. Sie kann warten. Irgendwann würde sich ein passendes Organ finden“, sagte Joshua.
Ihre Worte trafen Kathleen wie ein Blitz. Ihre Ohren klingelten, ihr Verstand wurde leer und ein Satz hallte endlos in ihrem Kopf nach. „Sie hat mir eine Tochter geschenkt.“
Jeder wusste, dass Joshua sie verwöhnte. Drei Jahre lang pflegte er sie während unzähliger Krankenhausaufenthalte unermüdlich.
Sie mochte das Krankenhausessen nicht, also fuhr er sechsmal am Tag hin und her, um ihr selbst gekochte Mahlzeiten zu bringen.
Wenn sie dem Tod mehrmals ins Auge blickte, kniete er vor Operationssälen und betete. Er verbrachte sogar einen Tag im Gottesdienst in einer Kirche, um ihr einen Segen zu erwirken.
Wie konnte ein so ergebener Mann sie verraten?
Schritte rissen Kathleen aus ihren Gedanken. Sie redete sich ein, dass sie sich verhört hatte.
Sie liebten sich zehn Jahre lang. Selbst als sich ihre Krankheit verschlimmerte, sprach er nie davon, aufzugeben. Er würde sie niemals verraten.
Als sie den Hörer abnehmen wollte, ging ein neuer Anruf ein. „Hallo? Schatz, unsere Tochter hat Geburtstag. Wann kommst du?“, fragte eine sanfte, weibliche Stimme.
Kathleens Welt brach erneut zusammen.
„Ich bin auf dem Weg“, antwortete Joshua zärtlich.
„Papa, ich will die Barbie-Puppe, die wir im Einkaufszentrum gesehen haben!“ ertönte eine Kinderstimme.
„Ich habe dein Geschenk schon längst gekauft, Liebling. Warte auf mich“, sagte Joshua.
Als Kathleen den Ohrhörer abnahm, konnte sie nicht anders als zu weinen.
Vor wenigen Augenblicken klammerte sie sich noch an die Hoffnung, doch jetzt fühlte sich ihr Körper eiskalt an. Hatte Joshua eine andere Familie? Was war ich dann für ihn?
Mit achtzehn kam Joshua zur Familie Walton, weil er nach dem Tod seiner Eltern allein zurückgeblieben war. Kathleen verliebte sich auf den ersten Blick in seine melancholischen Augen und sein ruhiges Wesen.
Ihre Liebe entwickelte sich ganz natürlich von der Universität bis zur Ehe. Joshua behandelte sie wie eine Prinzessin und schwor ihren Eltern, dass er sie ein Leben lang gut behandeln würde.
Während ihrer Krankheit blieb er an ihrer Seite und beschwerte sich trotz ihrer launischen Stimmungen nie.
In zahllosen schmerzhaften Nächten hielt er sie weinend fest und flehte sie an, festzuhalten und ihn nicht zu verlassen. Sie überstand jede Krise für ihn.
Sie dachte, eine Transplantation würde ihr Licht nach der Dunkelheit bringen. Doch sie ahnte nicht, dass eine noch schlimmere Hölle auf sie wartete.
„Warum weinst du?“, fragte Joshua und stürmte herein.
/0/26871/coverorgin.jpg?v=20251107213542&imageMogr2/format/webp)
/0/30527/coverorgin.jpg?v=20260106193613&imageMogr2/format/webp)
/0/32468/coverorgin.jpg?v=62f5635f99638730078727afdc7e23ec&imageMogr2/format/webp)
/0/32243/coverorgin.jpg?v=bfef95b57a84677449aa07e82b9788e9&imageMogr2/format/webp)
/0/19882/coverorgin.jpg?v=d53e6e7bd09e5c9850f664746bf11130&imageMogr2/format/webp)
/0/29717/coverorgin.jpg?v=20260106193527&imageMogr2/format/webp)
/0/32469/coverorgin.jpg?v=9a9e06fd1490708e4e0319eec2622b54&imageMogr2/format/webp)
/0/30073/coverorgin.jpg?v=20260106193747&imageMogr2/format/webp)
/0/29341/coverorgin.jpg?v=20260106193409&imageMogr2/format/webp)
/0/29898/coverorgin.jpg?v=b0abf07c34d4f73767232c7d6c9c48e4&imageMogr2/format/webp)