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Fünf Jahre lang liebte ich meinen Schicksalsgefährten Lucian. Als Tochter des Alphas nutzte ich meinen Einfluss, um ihn von einem einfachen Krieger zum Dritten in der Befehlskette unseres Rudels zu machen. Ich glaubte, unsere Verbindung sei ein Geschenk der Mondgöttin.
Dieser Glaube zerbarst, als Streuner mich auf einer Patrouille überfielen. Ich schrie über unser Gedankenband nach ihm, als sie mir ein Silbermesser an die Kehle hielten, aber er antwortete nie. Später erfuhr ich, dass er meine Bitten ignorierte, während er mit meiner Halbschwester im Bett lag.
Als ich ihn auf einem Rudelball zur Rede stellte, demütigte er mich öffentlich, bevor er mir mit voller Wucht ins Gesicht schlug. Nachdem ich die Worte ausgesprochen hatte, um ihn zu verstoßen, ließ er mich verhaften und in die Verliese werfen.
Auf seinen Befehl hin folterten mich die Gefangenen tagelang. Sie ließen mich hungern, schnitten mich mit Silber und ließen mich in der Kälte an eine Steinsäule gefesselt zurück. Der Mann, dem ich meine Seele geschenkt hatte, wollte mich völlig gebrochen sehen.
Als ich auf diesem dreckigen Boden lag, verstand ich es endlich. Er hatte mich nie geliebt; er liebte nur die Macht, die ich ihm gab.
Drei Monate später lud ich ihn zu meiner Paarungszeremonie ein. Er kam strahlend an, im Glauben, dies sei seine große Versöhnung. Er sah aus der ersten Reihe zu, wie ich den Gang entlangschritt, ihm den Rücken zukehrte und meine Hand in die eines mächtigen, rivalisierenden Alphas legte – meines wahren Zweite-Chance-Gefährten. Das war keine Vergebung. Das war Rache.
Kapitel 1
LYRA POV:
Die Laken waren um unsere Beine verschlungen, noch warm von der Hitze unserer Körper. Lucians Duft, eine vertraute Mischung aus Kiefernholz und feuchtem Waldboden, haftete an meiner Haut wie eine zweite Schicht. Es war ein Duft, den ich fünf Jahre lang eingeatmet hatte, ein Duft, von dem ich einst glaubte, er sei meine Zukunft.
Während er unter der Dusche war und der Dampf unter der Tür hervor zischte, schloss ich die Augen und streckte meine Fühler über das Gedankenband aus. Das Gedankenband ist ein stiller, unsichtbarer Faden, der alle Mitglieder eines Rudels verbindet, eine Art, von Herz zu Herz zu sprechen, ohne ein einziges Wort. Die Verbindung zwischen einem Alpha und seiner Familie ist die stärkste.
„Vater, es ist vollbracht“, sandte ich, meine Gedanken direkt an Alpha Robert Falk, meinen Vater, gerichtet. „Ich stimme der Allianz mit dem Schwarzmond-Rudel zu. Aber meine Bedingung bleibt bestehen.“
Eine Welle der Sorge, gefolgt von strenger Zustimmung, schwappte über die Verbindung zurück. „Bist du sicher, meine kleine Wölfin? Ihren Alpha zu heiraten, ist ein großes Opfer.“
„Es ist der einzige Weg“, antwortete ich, meine Stimme fest, selbst in meinen Gedanken. Ich verriet ihm nicht den wahren Grund. Ich verriet ihm nicht, dass mein Herz ein gefrorener Stein in meiner Brust war.
Die Badezimmertür öffnete sich und Lucian trat heraus, ein Handtuch tief auf den Hüften. Wassertropfen hingen an den harten Muskeln seiner Brust. Er war wunderschön, und sein Anblick sandte einen Phantomschmerz durch mich, eine Erinnerung an eine Liebe, die nun tot war.
Er kam zum Bett und beugte sich über mich. Er schmiegte sich an meinen Hals, sein vertrauter Duft drang in meine Haut ein, ein besitzergreifender Anspruch, den ich einst geschätzt hatte. Jetzt fühlte es sich an wie ein Brandmal.
„Du riechst nach mir“, murmelte er, seine Stimme ein tiefes Grollen. „So wie es sein sollte.“
Fünf Jahre lang hatte ich ihn geliebt. Ich hatte meinen Einfluss als Tochter des Alphas genutzt, um ihm zu helfen, von einem einfachen Krieger zum Gamma des Rudels aufzusteigen, unserem Dritten in der Befehlskette. Er war mein Schicksalsgefährte, die andere Hälfte meiner Seele, von der Mondgöttin selbst für mich auserwählt. Ich dachte, unsere Liebe sei Schicksal.
Ich war eine Närrin.
Vor drei Tagen zerbarst diese Illusion. Ich wurde auf einer Patrouille überfallen, von Streunern gefangen genommen – rudellosen Wölfen, die von Grausamkeit leben. Sie schleppten mich in ihr dreckiges Lager, wo ihr Anführer mir ein Silbermesser an die Kehle hielt und ein Gedankenband zu meinem Gefährten öffnete.
„Lucian!“, hatte ich in meinen Gedanken geschrien, meine Todesangst eine rohe, blutende Wunde. „Streuner … sie haben mich … bitte …“
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