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Fünfzehn Jahre lang war ich die vorbestimmte Gefährtin des furchteinflößenden Alphas, Dustin Wagner. Er nannte mich seinen Anker, die Einzige, die das Biest in ihm besänftigen konnte.
Doch unsere perfekte Welt zerbrach, als ich seinen Verrat durch unsere psychische Verbindung spürte: der Duft einer anderen Frau, ein Blitz ihrer roten Nägel auf seinem Oberschenkel. Mein innerer Wolf heulte vor Qualen.
An meinem Geburtstag log er über dringende Rudelgeschäfte, aber ich fand ein einzelnes, blondiertes Haar in seinem Auto. In dem Restaurant, in dem wir uns zum ersten Mal getroffen hatten, entdeckte ich sein Zweithandy und sah die schlüpfrigen Nachrichten von seiner Assistentin Jami. *„Bist du jetzt bei ihr? Ist es so langweilig, wie du sagst?“*, stichelte sie.
Dann kam die Bildnachricht: Jami, die eine Schachtel von Wempe in der Hand hielt, die er für sie gekauft hatte. *„Kann es kaum erwarten, dass du mir das heute Abend anlegst, Alpha.“* Das Gift seines Verrats machte mich körperlich krank.
Die Heilerin meines Rudels bestätigte, dass meine Krankheit keine Lebensmittelvergiftung war, sondern eine „Seelenabstoßung“ – unsere Verbindung war durch seine Affäre so verseucht, dass meine Seele ihn abstieß. In dieser Nacht schickte Jami mir einen letzten, bösartigen psychischen Angriff: ein Bild ihres positiven Schwangerschaftstests. *„Seine Blutlinie gehört jetzt mir. Du hast verloren, alte Schachtel.“*
Ich war sein Anker gewesen, aber ein Anker kann sich auch dafür entscheiden, loszulassen. Ich rief meine Anwältin an. „Ich will nichts von ihm“, sagte ich. „Nicht einen Cent. Ich will frei sein.“ Das war keine Flucht; es war ein sorgfältig geplanter Rückzug. Seine Welt stand kurz vor dem Zusammenbruch, und ich würde diejenige sein, die das Streichholz anzündet.
Kapitel 1
Elianas Sicht
Fünfzehn Jahre lang war unsere Liebesgeschichte der Neid jedes Rudels auf dem Kontinent. Ich war Eliana David, die vorbestimmte Gefährtin von Dustin Wagner, dem furchteinflößenden Alpha des Schwarzfels-Rudels. Er war meine Welt, und ich sein Anker. So nannte er mich. Meine Anwesenheit, allein mein Duft, war das Einzige, was das tobende Biest in ihm besänftigen konnte, das Biest, das sich seinen Weg an die Spitze der Unternehmenswelt und der Werwolf-Hierarchie gekrallt hatte.
Heute zerbrach diese perfekte Welt.
Es begann wie ein Flüstern, eine leise Störung in dem psychischen Raum, der uns verband, unserer Gedankenverbindung. Ein Duft, der nicht meiner war, billig und widerlich süß wie Drogerieparfüm, sickerte durch die Risse. Darauf folgte der Blitz eines mentalen Bildes, ein unerwünschtes Eindringen: eine Hand, ihre Nägel in einem vulgären, glitzernden Rot lackiert, die besitzergreifend auf dem Oberschenkel eines Mannes ruhte.
Mein Atem stockte. Ich kannte diese Hand.
Sie gehörte Jami Schmidt, Dustins Omega-Assistentin.
Und die Hose … die scharf geschnittene, maßgeschneiderte graue Wollhose … ich hatte sie erst letzte Woche für ihn ausgesucht.
Mein innerer Wolf, ein Teil von mir, den ich immer als heiter und ruhig gekannt hatte, stieß in meinem Kopf ein Heulen reiner Agonie aus. Ich unterdrückte den Laut, meine Hände ballten sich an meinen Seiten zu Fäusten. Fünfzehn Jahre. War irgendetwas davon echt gewesen?
Am nächsten Tag wich der Sturm in meiner Brust einer kalten, harten Ruhe. Ich verbrachte den Morgen damit, auf ein verblichenes Foto auf meinem Nachttisch zu starren – ein Bild meiner Mutter, aufgenommen Jahre bevor sie meinen Vater traf, ihr Mädchenname – Tillman – in eleganter Schrift auf der Rückseite geschrieben. Es war ein Name, der nur ihr gehörte, ein Symbol für ein Leben, das nach ihren eigenen Regeln gelebt wurde. Der Gedanke pflanzte einen Samen.
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