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Ich war der Anker für meinen Ehemann, den Tech-Milliardär Kilian – die einzige Person, die seine chaotische Seele erden konnte.
Doch als mein Bruder im Sterben lag, gab Kilian das Geld für seine lebensrettende Behandlung seiner Geliebten für ein millionenschweres Katzenasyl.
Nachdem mein Bruder gestorben war, ließ er mich nach einem Autounfall blutend zurück, um sie zu retten.
Der endgültige Verrat kam, als ich die Scheidung einreichen wollte und entdeckte, dass unsere gesamte Ehe eine Lüge war, die Urkunde eine sorgfältig angefertigte Fälschung.
Er hatte meine Welt auf einem Fundament aus Täuschung erbaut, um sicherzustellen, dass ich ihn niemals verlassen, niemals etwas Eigenes haben könnte.
Also rief ich den einen Mann an, den ich Jahre zuvor abgewiesen hatte, und begann mit meinem Plan, sein Imperium bis auf die Grundmauern niederzubrennen.
Kapitel 1
Emilys Perspektive:
Man sagt, jedes Monster hat eine Schwäche. Für das brillanteste und unberechenbarste Monster der Tech-Welt, Kilian Voss, sollte diese Schwäche ich sein. Ich war sein Anker, die einzige Person, die seine chaotische Seele am Boden halten konnte. Das war die Geschichte, die wir uns erzählten, der Mythos, auf dem sein Imperium und meine gesamte Welt aufgebaut waren.
Bis es nicht mehr meine Welt war.
Die Gerüchte kursierten seit Monaten, ein Flüstern in den elitären Kreisen der Berliner Gesellschaft, Schlagzeilen auf Klatsch-Websites, die ich nie las, die mir aber von „besorgten“ Freunden geschickt wurden. Kilian, der einst eine ganze Insel kaufte, weil ich erwähnt hatte, dass mir die Farbe des Sandes gefiel, wurde jetzt überall mit Vanessa Lucas gesehen.
Vanessa. Allein der Name fühlte sich an wie Säure auf meiner Zunge. Sie war eine Social-Media-Erbin, berühmt dafür, berühmt zu sein, und mein persönlicher Albtraum aus der Schulzeit. Sie war der Grund für die feine, silbrige Narbe an meinem Handgelenk, eine ständige Erinnerung an einen Schmerz, den ich längst begraben glaubte.
Und Kilian, mein Kilian, war völlig von ihr hingerissen.
Der erste öffentliche Schlag war eine Spendengala. Er sollte meine Begleitung sein. Ich wartete drei Stunden lang in einem Kleid, das er extra für mich hatte anfertigen lassen, nur um dann ein Foto auf meinem Handy aufblitzen zu sehen: Kilian, seine Hand besitzergreifend auf Vanessas unterem Rücken, ihr Kopf lachend zurückgeworfen. Die Bildunterschrift lautete: *Tech-Titan Kilian Voss und Influencerin Vanessa Lucas geben ein atemberaubendes Debüt.*
Mein Debüt war eine stille Taxifahrt nach Hause, der Seidenstoff des Kleides fühlte sich an wie ein Leichentuch.
Dann kamen die kleineren, aber tieferen Verletzungen. Er begann, unsere wöchentlichen Abendessen abzusagen, die eine heilige Tradition, die wir beibehalten hatten, seit wir pleite waren und uns eine einzige Pizza teilten. Seine Nachrichten wurden kürzer, seine Anrufe seltener. Er war ein Geist in unserer riesigen, minimalistischen Villa in Grunewald, seine Seite des Bettes war ständig kalt.
Vanessa hingegen war unerbittlich. Sie schickte mir Privatnachrichten mit Fotos von sich in meiner Lieblingsdessous-Marke und markierte als Standort Kilians Privatjet. Sie schickte „versehentlich“ ein Paket an unser Haus, das ein gerahmtes Foto von ihr und Kilian enthielt, ein absurd intimes Selfie. Jede Handlung war ein gezielter Schlag, darauf ausgelegt, Salz in die Wunde meiner Unsicherheit zu streuen.
Aber die Tat, die alles zerstörte, die meine Trauer in etwas Kaltes, Hartes und Rachsüchtiges verwandelte, hatte nichts mit mir zu tun.
Sie hatte mit Leo zu tun.
Mein jüngerer Bruder, mein strahlender, hoffnungsvoller Leo, lag im Sterben. Eine seltene Erbkrankheit legte seinen Körper systematisch lahm, aber eine neue experimentelle Behandlung bot einen Hoffnungsschimmer. Sie war astronomisch teuer und erforderte Ressourcen und Verbindungen, die nur Kilian besaß. Er hatte es mir versprochen. Er hatte mein Gesicht in seine Hände genommen, mir in die Augen geblickt und gesagt: „Emily, ich werde für Leo Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Was auch immer nötig ist.“
Ich glaubte ihm. Ich klammerte mich an dieses Versprechen wie eine Ertrinkende an einen Rettungsring.
Letzte Woche rief Leos Arzt an. Es gab ein kritisches Zeitfenster. Die Behandlung musste sofort finanziert, die Ausrüstung innerhalb von zweiundsiebzig Stunden gesichert werden. Ich rief Kilian an, meine Stimme zitterte vor einer Mischung aus Angst und Hoffnung.
„Kilian, es ist so weit. Wir brauchen das Geld. Die Ärzte sagten…“
„Ich bin in einem Meeting, Em“, unterbrach er mich, seine Stimme distanziert, ungeduldig. Ich konnte das leise Miauen einer Katze im Hintergrund hören, ein Geräusch, von dem ich wusste, dass es zu der Perserkatze gehörte, die er gerade für Vanessa gekauft hatte. „Ich schaue mir die E-Mail später an.“
Das tat er nie.
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