Ich wurde als „wolflose“ Ausgestoßene in meinem eigenen Rudel geboren und schlechter behandelt als ein Straßenhund, während meine jüngere Schwester Bristol wie eine Prinzessin verehrt wurde. Um eine politische Allianz zu retten, beschloss mein Vater, der Alpha, mich einfach auszutauschen und verkaufte mich anstelle von Bristol an Kaleb Caldwell – einen verkrüppelten, monströsen Alpha, der angeblich seine Bräute in Stücke reißt. Als ich aus Angst zögerte, schlug mein Bruder mich zusammen, bis meine Rippen brachen, während meine Eltern eiskalt zusahen und mich eine nutzlose Ware nannten. Am Morgen meiner Hochzeit warf mir meine Mutter einen billigen Baumwollfetzen als Brautkleid hin. Und meine ach so perfekte Schwester überreichte mir vor allen Leuten feierlich eine Schachtel voller schimmeliger, stinkender Lumpen. „Schwester, ich dachte, du wärst immer so sentimental, was deine alten Sachen angeht“, spottete sie und spielte das unschuldige Opfer. Zwanzig Jahre lang ertrug ich ihre Grausamkeiten und sehnte mich nach der Liebe einer Familie, die sich in Wahrheit an meinem Elend ergötzte. Sie schickten mich wie ein Lamm zur Schlachtbank und hofften, dass ich in der Höhle dieses Monsters jämmerlich verrecke. Doch als ich in ihre höhnischen Gesichter sah, verbrannte meine Angst zu reiner, kalter Wut. Ich weinte nicht mehr, sondern erpresste meinen Vater um zwanzig Prozent des Rudelvermögens und zwang ihn zu einem Blutschwur, der mich für immer von ihnen befreite. Sie ahnten nicht, dass in meinem Blut eine geheime Heilkraft erwacht war, mit der ich ihr Monster nicht fürchten, sondern zähmen und zu meiner schärfsten Waffe machen würde.
ADALINE POV:
Ich wurde als „wolflose" Ausgestoßene in meinem eigenen Rudel geboren, schlechter behandelt als ein streunender Hund, während meine jüngere Schwester Bristol als das goldene Kind verehrt wurde.
Um eine politische Allianz zu sichern, beschloss mein Vater, der Alpha, mich anstelle von Bristol einzusetzen und mich an Kaleb Caldwell zu verkaufen – einen verkrüppelten, monströsen Alpha, dem nachgesagt wurde, seine Bräute in Stücke zu reißen.
Als ich Angst zeigte, schlug mein Bruder mich, bis meine Rippen brachen, während meine Eltern mit kalter Gleichgültigkeit zusahen und mich eine nutzlose Ware nannten.
Am Morgen meiner Hochzeit reichte mir meine Mutter ein billiges Baumwolltuch anstelle eines Kleides.
Und meine süße, perfekte Schwester schenkte mir öffentlich eine verzierte Schachtel voller schimmeliger, schmutziger Lumpen, um mich ein letztes Mal zu demütigen.
„Schwester, ich dachte, du wärst immer so sentimental, was deine alten Sachen angeht", spottete sie und spielte das Opfer, während meine Brüder ihre Grausamkeit verteidigten.
Zwanzig Jahre lang ertrug ich ihre Strafen und liebte eine Familie, die sich heimlich an meinem Elend erfreute.
Sie wollten, dass ich als gebrochener, ängstlicher Ersatz in der Höhle eines Monsters sterbe.
Doch als ich ihre höhnischen Gesichter sah, verbrannte die Angst in mir endlich zu reiner, kalter Wut.
Ich weinte oder bettelte nicht mehr.
Stattdessen erpresste ich meinen Vater um zwanzig Prozent des Rudelvermögens und zwang ihn, einen Blutschwur zu unterzeichnen, der unsere Bindungen für immer löste.
Sie dachten, sie schickten ein Lamm zur Schlachtbank, doch mit der geheimen Heilkraft, die in meinem Blut neu erwacht war, würde ich ihr Monster zähmen und seine einzige Rettung werden.
Ein Schrei krallte sich in meiner Kehle fest, doch kein Laut drang heraus.
Meine Augen flogen auf. Das raue Leinen meines Kissenbezugs kratzte an meiner Wange. Dunkelheit drang herein, dicht und erstickend, die Art, die im Raum kurz vor der Morgendämmerung wohnt.
Ein Phantomdruck umkreiste immer noch meinen Hals.
Meine eigenen Hände flogen zu meinem Hals, die Finger strichen über die zarte Haut. Es fühlte sich geprellt an, schmerzte mit einer Erinnerung, die nicht meine war. Noch nicht.
Die Vision klammerte sich an mich, realer als die fadenscheinige Decke, die sich um meine Beine verheddert hatte. Ein Mann in einer silbernen Maske, sein Griff wie Eisen, mein eigenes verzweifeltes, nutzloses Ringen. Das letzte, widerliche Knacken.
Mein Atem kam in unregelmäßigen Zügen. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, ein panischer Trommelschlag gegen die Stille des Zimmers. Es war das dritte Mal diese Woche. Derselbe Mann. Dasselbe Ende.
Eine Welle der Übelkeit durchströmte mich. War es ein Traum? Oder war es eine Warnung? Das Mal auf meiner Schulter – dieses sichelförmige Muttermal, von dem mir immer gesagt worden war, es sei ein Fluch – pochte mit einer dumpfen, eindringlichen Hitze. Die Visionen hatten in der Nacht begonnen, als es zum ersten Mal warm pulsierte. Ich begann zu verstehen: Es waren keine Albträume. Es waren Einblicke in zukünftige Ereignisse.
Die Erinnerung an die Stimme meines Vaters von letzter Nacht war ebenso erschreckend. Kalt. Endgültig. „Bristol ist zu zart für eine solch... schwierige Verbindung. Du wirst an ihrer Stelle gehen."
Ich sollte verheiratet werden.
Nicht nur verheiratet, sondern verkauft. Übergeben an Kaleb Caldwell, den Alpha des Caldwell Pack. Ein Mann, über den in verängstigten Tönen geflüstert wurde, ein Monster, ein Krüppel, der sein Territorium mit unerreichter Brutalität beherrschte. Und ich, eine wolflose Tochter, war der entbehrliche Ersatz.
Die Tür knarrte auf, ein Lichtschimmer durchbrach die Dunkelheit.
Meine jüngere Schwester, Bristol, glitt herein. Sie hielt ein Glas Wasser, ihr Gesicht eine perfekte Maske sanfter Besorgnis.
„Adaline? Ich hörte dich aufschreien. Wieder ein Albtraum?"
Ihre Stimme war sanft, wie Honig. Früher beruhigte sie mich. Jetzt ließ sie mir die Galle hochsteigen.
Sie stellte das Glas auf meinen wackeligen Nachttisch. „Es tut mir so leid, wirklich. Es ist nicht fair. Aber es ist zum Wohl des Pack."
Ich beobachtete sie, meine Kehle zu eng, um zu sprechen. Durch den Schleier meiner eigenen Angst sah ich es. Ein Flackern von etwas in den Tiefen ihrer blauen Augen. Es war so schnell verschwunden, wie es gekommen war, aber ich sah es.
Es war ein Sieg und eine Befreiung.
Mein Magen verkrampfte sich zu einem Eisknoten.
Sie streckte die Hand aus, ihre kalten Finger steckten eine Strähne meines schwarzen Haares hinter mein Ohr. „Alpha Kaleb ist... sehr mächtig. Ich bin sicher, du wirst in Sicherheit sein."
Die unausgesprochenen Worte hingen zwischen uns. Lieber du als ich. Das Mitleid in ihrer Stimme war eine Lüge, ein dünner Schleier über ihrer Schadenfreude.
Ich zuckte vor ihrer Berührung zurück, eine kleine, unwillkürliche Bewegung.
Daraufhin stieß Bristol ein theatralisches kleines Schniefen aus, ihre Stimme zitterte, als sie sie absichtlich zur halb geöffneten Tür erhob: „Ich weiß, du hasst mich dafür, Adaline, aber bitte – lass es nicht an mir aus. Ich bin nur die Botin. Ich habe das nicht gewählt." Sie tupfte sich mit einem Ärmel die Augen, obwohl keine Tränen fielen.
Sie schien meinen Ekel nicht zu bemerken. Oder sie entschied sich, ihn zu ignorieren. Das war die Schwester, die ich beschützt hatte, für die ich Strafen auf mich genommen hatte. Das war ihre Dankbarkeit.
Schwere Schritte näherten sich aus dem Flur, dann hielten sie direkt vor der Tür inne. Ich hörte ein scharfes Einatmen – Brennen hatte gelauscht. Die Stille dehnte sich einen Herzschlag lang aus, dick vor Wut.
Die Tür, die Bristol einen Spalt offen gelassen hatte, wurde vollständig aufgetreten und schlug gegen die Wand.
Mein Bruder, Brennen, stand da, sein Gesicht vor Wut verzerrt. Seine Augen, das gleiche Blau wie die von Bristol, waren Sturmwolken. „Ich hörte sie weinen", knurrte er und stieß mit einem zitternden Finger auf mich. „Was hast du ihr gesagt, du wertlose Wolflose?"
Bristol brach sofort zusammen, ihr Gesicht löste sich in Tränen auf. Sie huschte hinter ihn und packte seinen Arm.
„Brennen, nein", schluchzte sie, ihre Stimme triefte vor geübter Unschuld. „Sie meinte es nicht so. Sie ist nur wegen der Hochzeit verstimmt."
Ihre Vorstellung war makellos. Die Jungfrau in Nöten. Das Opfer.
Und ich war der Bösewicht.
Brennens Wut, genährt von ihren Tränen, explodierte. „Verstimmt? Dieser wolflose Platzverschwender verstimmt dich."
Er stürzte sich vorwärts, bevor ich reagieren konnte. Seine Hand packte meine Schulter, die Finger gruben sich in den Knochen. Er zerrte mich aus dem Bett.
Mein Körper, noch schwach von Schlaf und Angst, leistete keinen Widerstand.
Mein Kopf schlug gegen die Ecke des Nachttisches. Ein Blitz weißglühender Schmerz, und der Raum schwamm mit schwarzen Flecken. Das Glas Wasser, das Bristol gebracht hatte, wankte, dann krachte es zu Boden und zersplitterte.
Brennen riss mich am Kinn hoch, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt. Sein Atem war heiß und roch nach abgestandenem Kaffee. „Erinnere dich an deinen Platz", knurrte er. „Du bist ein Ersatz. Eine Schande. Du bist nichts."
Hinter ihm stieß Bristol ein kleines Keuchen aus. Es klang weniger nach Angst als nach einem Nervenkitzel. „Bruder, bitte. Du wirst sie verletzen."
Er stieß mich weg. Ich stolperte, meine Beine gaben nach, und ich brach auf den abgenutzten Teppich zusammen. Die Glasscherben gruben sich in meine Handfläche, als ich versuchte, meinen Sturz abzufangen.
„Lerne Gehorsam", spuckte Brennen und ragte über mir auf. „Das ist das Einzige, was diesen Krüppel vielleicht davon abhält, dich in deiner Hochzeitsnacht in Stücke zu reißen."
Ich lag da, mein Haar verbarg mein Gesicht. Der Schmerz in meinem Kopf, meiner Schulter, meiner Hand – es war eine Symphonie der Qual. Aber es waren seine Worte, Bristols stiller Sieg, die mich wirklich zerrissen.
Dann, ein weiterer Blitz.
Diesmal nicht der maskierte Mann. Es war Brennen. Sein Gesicht, verzerrt in ähnlicher Wut. Seine Hände, nicht auf meiner Schulter, sondern um meinen Hals. Das Leben, das auf diesem Boden aus mir wich, nach einer Prügel, die zu weit gegangen war.
Es war nicht nur eine Möglichkeit. Es war eine Zukunft. Meine Zukunft, wenn ich nichts tat.
Das Mal auf meiner Schulter brannte wie ein Brandzeichen, und damit kam ein Anflug von Klarheit. Die Visionen waren nicht zufällig. Sie waren die Gaben der Goddess – Warnungen vor dem, was kommen würde, wenn ich passiv bliebe. Der tödliche Schlag des maskierten Mannes. Brennens mörderische Hände. Es waren alles Zukünfte, die ich noch ändern konnte.
Der Schrecken war eine Flutwelle, doch etwas anderes stieg mit ihm auf. Etwas Heißes und Scharfes.
Wut.
Ein tiefer, brennender Hass, der nach Blut und Asche schmeckte. Es war eine Kraft, die ich nie zuvor gefühlt hatte, ein Feuer in meinen Adern, wo nur Angst gelebt hatte. Ich würde nicht als Opfer sterben.
Ich würde die Warnungen der Goddess nicht umsonst sein lassen.
Langsam richtete ich mich auf, ignorierte das Glas in meiner Handfläche. Ich hob den Kopf und ließ mein zerzaustes Haar von meinem Gesicht fallen.
Ich begegnete Brennens wütendem Blick.
Meine eigenen Augen, das wusste ich, waren nicht länger gefüllt mit dem vertrauten Schrecken, den er so gerne sah. Sie waren kalt. Sie brannten.
Er trat tatsächlich einen Schritt zurück, ein Anflug von Schock auf seinem Gesicht. Dieses momentane Zögern, dieser Riss in seiner Dominanz, war alles, was ich brauchte.
Sein Schock verwandelte sich schnell wieder in Wut. „Was starrst du so, du—?"
„Brennen, halt."
Die Stimme war ruhig, kalt und durchdrang Brennens Wut wie eine Klinge.
Mein ältester Bruder, Blain, der Erbe des Oakhaven Pack, lehnte am Türrahmen. Seine Arme waren vor der Brust verschränkt, sein Ausdruck war einer von völliger Langeweile. Er betrachtete die Szene – das zerbrochene Glas, mich auf dem Boden, Brennen zum Schlag bereit – als wäre es eine leichte Unannehmlichkeit.
„Vater will sie sehen", sagte er, seine Augen landeten schließlich auf mir. Da war kein Mitleid. Nur ein Befehl.
Brennen grunzte, sichtlich frustriert über die Unterbrechung. Er warf mir einen letzten giftigen Blick zu, bevor er aus dem Zimmer stampfte.
Bristol folgte, eine letzte, perfekte Träne zog eine Spur über ihre Wange. Als sie an mir vorbeiging, beugte sie sich herunter, ihre süße Stimme ein giftiges Flüstern, das nur ich hören konnte.
„Viel Glück, Schwester."
Verkauft an das Monster: Die wolflose Braut
Solar Pulse
Werwolf
Kapitel 1
Heute um11:20
Kapitel 2
Heute um11:20
Kapitel 3
Heute um11:20
Kapitel 4
Heute um11:20
Kapitel 5
Heute um11:20
Kapitel 6
Heute um11:20
Kapitel 7
Heute um11:20
Kapitel 8
Heute um11:20
Kapitel 9
Heute um11:20
Kapitel 10
Heute um11:20
Kapitel 11
Heute um11:20
Kapitel 12
Heute um11:20
Kapitel 13
Heute um11:20
Kapitel 14
Heute um11:20
Kapitel 15
Heute um11:20
Kapitel 16
Heute um11:20
Kapitel 17
Heute um11:20
Kapitel 18
Heute um11:20
Kapitel 19
Heute um11:20
Kapitel 20
Heute um11:20
Kapitel 21
Heute um11:20
Kapitel 22
Heute um11:20
Kapitel 23
Heute um11:20
Kapitel 24
Heute um11:20
Kapitel 25
Heute um11:20
Kapitel 26
Heute um11:20
Kapitel 27
Heute um11:20
Kapitel 28
Heute um11:20
Kapitel 29
Heute um11:20
Kapitel 30
Heute um11:20
Kapitel 31
Heute um11:20
Kapitel 32
Heute um11:20
Kapitel 33
Heute um11:20
Kapitel 34
Heute um11:20
Kapitel 35
Heute um11:20
Kapitel 36
Heute um11:20
Kapitel 37
Heute um11:20
Kapitel 38
Heute um11:20
Kapitel 39
Heute um11:20
Kapitel 40
Heute um11:20