Neun abgelehnte Anträge: Ich heirate den Rivalen meines Ex

Neun abgelehnte Anträge: Ich heirate den Rivalen meines Ex

Fable Spark

5.0
Kommentare)
Sicht
150
Kapitel

Fünfzehn Minuten vor Schließung des Standesamtes saß Amelia ganz allein da. Sie wartete auf ihren Verlobten Kayson, um endlich zu heiraten. Doch statt ihm rief nur sein Assistent an. Kayson hatte Wichtigeres zu tun: Amelias Stiefschwester Kamila hatte sich den Knöchel verstaucht, und er musste sofort zu ihr eilen. Es war das neunte Mal, dass er ein wichtiges Versprechen wegen Kamila brach. Als Amelia nach Hause ging, um ihre Sachen zu packen, traf sie der nächste Schlag. Ihre eigene Mutter nahm Kamila in Schutz, beschimpfte Amelia für ihren Wutanfall und befahl ihr, sich bei Kayson zu entschuldigen. Kayson selbst suchte nicht nach ihr, fest davon überzeugt, dass Amelia nur bockig war und wie immer zu ihm zurückkriechen würde. Neun Jahre lang hatte sie alles für diesen Mann gegeben, nur um immer die zweite Wahl hinter ihrer Stiefschwester zu sein. Von ihrer eigenen Familie verstoßen und von ihrem Verlobten gedemütigt, starb in diesem Moment der letzte Funken Hoffnung in ihr. Wie konnte sie all die Jahre so blind gewesen sein? Mit eiskalter Präzision blockierte sie Kaysons Nummer und löschte alle Kontakte zu ihrer toxischen Familie. Noch auf dem Bürgersteig vor dem Standesamt wählte sie eine Nummer, die sie vor Monaten gespeichert hatte – die von Garrett Thornton, Kaysons größtem und gefährlichstem Feind. „Herr Thornton, gilt Ihr Angebot für eine Heirat noch?“

Neun abgelehnte Anträge: Ich heirate den Rivalen meines Ex Kapitel 1

Amelia Frye warf einen Blick auf ihre Van Cleef & Arpels Uhr am Handgelenk.

Die filigranen Goldzeiger zeigten 16:45 Uhr.

Noch fünfzehn Minuten, dann schloss das New Yorker Standesamt für den Tag.

Ihr Daumen zupfte unbewusst an der bereits aufgerissenen Haut neben ihrem Zeigefingernagel. Eine nervöse Angewohnheit, von der sie dachte, sie hätte sie vor Jahren abgelegt.

Sachbearbeiterin Sullivan, eine freundliche Frau mit grau meliertem Haar, steckte zum neunten Mal den Kopf aus dem Büro. Ihre Augen waren voller Mitleid, das Amelia den Magen zusammenkrampfen ließ.

„Vielleicht ist es der Verkehr, Liebes“, bot Frau Sullivan an und stellte eine Tasse lauwarmes Wasser auf den kleinen Tisch neben Amelias Stuhl.

Amelia zwang sich zu einem Lächeln, das sich anfühlte, als würde Putz reißen. „Ja, der New Yorker Verkehr ist immer schrecklich.“

Ihr Blick wanderte zu dem Plakat an der Wand. Ein strahlendes Paar, darunter in fröhlicher Schrift die Worte „Glückliche Ehen beginnen hier“. Die Ironie legte sich wie ein physisches Gewicht auf ihre Brust und machte ihr das Atmen schwer.

Ein Summen vibrierte aus ihrer Handtasche.

Ihr Herz sprang ihr in die Kehle. Kayson.

Sie fummelte nach ihrem Handy, ihre Finger waren ungeschickt und kalt. Der Bildschirm leuchtete auf, aber der Name, der aufblitzte, war nicht seiner.

Es war „Leo Foster“. Kaysons Assistent.

Der letzte Funken Hoffnung in ihr starb, hinterließ eine kalte, dunkle Leere. Sie holte scharf Luft, die Luft brannte in ihren Lungen, und nahm den Anruf entgegen.

„Frau Frye“, Leos Stimme war höflich, professionell und völlig emotionslos. „Meine aufrichtigste Entschuldigung. Herr Edwards hat eine dringende Angelegenheit. Frau Carlisle hat sich bei einer Probe den Knöchel verstaucht, und er musste sofort zu ihr.“

Kamila Carlisle.

Der Name war ein vertrautes Gift, das durch das Telefon direkt in ihr Gehirn sickerte. Es war immer Kamila. Der Grund für den ersten verpassten Jahrestag, den dritten verpassten Geburtstag und jetzt, das neunte verpasste Versprechen.

Amelia sagte nichts.

Sie legte einfach auf.

Der Bildschirm des Handys wurde schwarz und spiegelte ihr eigenes blasses, gefühlloses Gesicht wider. Sie sah aus wie eine Fremde.

Sie öffnete ihren Nachrichtenverlauf mit Kayson. Ihre Daumen bewegten sich mit einer seltsamen, distanzierten Präzision.

„Kayson Edwards, es ist vorbei.“

Senden.

Dann, ohne einen Mamaent zu zögern, fand ihr Finger die Option: „Blockieren und Kontakt löschen.“

Eine tiefe Stille erfüllte ihren Kopf, als sie es tat. Der riesige Stein, der jahrelang ihre Brust erdrückt hatte, rollte endlich weg. Sie konnte wieder atmen. Die Luft, einst dünn und scharf, fühlte sich jetzt voll und sauber an.

Sie stand so abrupt auf, dass der Stuhl mit einem Kreischen über den Linoleumboden schrammte.

Frau Sullivan zuckte zusammen, ihr Ausdruck wechselte von Mitleid zu Alarm.

Amelia ging zum Schalter der Sachbearbeiterin und stellte die unberührte Tasse Wasser sanft ab.

Sie sah Frau Sullivan direkt in die Augen, ihre Stimme klar und fest, wie sie es seit Jahren nicht mehr gewesen war.

„Ich habe mich entschieden. Ich werde nicht heiraten.“

Frau Sullivans Mund öffnete sich, aber es kamen keine Worte heraus.

Amelia fügte hinzu, mehr zu sich selbst als zur Sachbearbeiterin, ein Gelübde, das in die sterile Büroluft geflüstert wurde. „Nie wieder.“

Damit drehte sie sich um und verließ das Standesamt.

Der kalte Novemberwind traf ihr Gesicht, aber er kühlte sie nicht aus. Er weckte sie auf.

Sie zog ihr Handy erneut heraus und scrollte durch ihre Kontakte zu einem Namen, den sie vor sieben Monaten gespeichert hatte. Eine Nummer, die sie nie angerufen hatte.

Sie erinnerte sich an den Mann. Kaysons größter Rivale. Er hatte sie auf einer Gala in die Enge getrieben, seine blauen Augen voller spöttischer Belustigung, und ihr etwas völlig Absurdes gesagt.

Damals hatte sie es als Provokation abgetan, als einen Weg, Kayson zu reizen.

Jetzt war es ihre einzige Option.

Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen, als sie die Anruftaste drückte.

Das Telefon klingelte nur einmal, bevor es angenommen wurde. Eine tiefe, magnetische Stimme durchbrach den Lärm der Stadt.

„Wer ist da?“

Amelia schloss die Augen, holte tief Luft und ließ die Worte herausstürzen, bevor sie den Mut verlieren konnte.

„Herr Thornton, was Sie vor sieben Monaten gesagt haben… gilt das Angebot noch?“

Es folgte eine kurze Stille am anderen Ende, dann ein leises, gefährlich amüsiertes Lachen, das ihr einen Schauer über den Rücken jagte.

Lesen Sie weiter
Kapitel
Jetzt lesen
Buch herunterladen
Neun abgelehnte Anträge: Ich heirate den Rivalen meines Ex Neun abgelehnte Anträge: Ich heirate den Rivalen meines Ex Fable Spark Milliardäre
“Fünfzehn Minuten vor Schließung des Standesamtes saß Amelia ganz allein da. Sie wartete auf ihren Verlobten Kayson, um endlich zu heiraten. Doch statt ihm rief nur sein Assistent an. Kayson hatte Wichtigeres zu tun: Amelias Stiefschwester Kamila hatte sich den Knöchel verstaucht, und er musste sofort zu ihr eilen. Es war das neunte Mal, dass er ein wichtiges Versprechen wegen Kamila brach. Als Amelia nach Hause ging, um ihre Sachen zu packen, traf sie der nächste Schlag. Ihre eigene Mutter nahm Kamila in Schutz, beschimpfte Amelia für ihren Wutanfall und befahl ihr, sich bei Kayson zu entschuldigen. Kayson selbst suchte nicht nach ihr, fest davon überzeugt, dass Amelia nur bockig war und wie immer zu ihm zurückkriechen würde. Neun Jahre lang hatte sie alles für diesen Mann gegeben, nur um immer die zweite Wahl hinter ihrer Stiefschwester zu sein. Von ihrer eigenen Familie verstoßen und von ihrem Verlobten gedemütigt, starb in diesem Moment der letzte Funken Hoffnung in ihr. Wie konnte sie all die Jahre so blind gewesen sein? Mit eiskalter Präzision blockierte sie Kaysons Nummer und löschte alle Kontakte zu ihrer toxischen Familie. Noch auf dem Bürgersteig vor dem Standesamt wählte sie eine Nummer, die sie vor Monaten gespeichert hatte – die von Garrett Thornton, Kaysons größtem und gefährlichstem Feind. „Herr Thornton, gilt Ihr Angebot für eine Heirat noch?“”
1

Kapitel 1

Heute um11:49

2

Kapitel 2

Heute um11:49

3

Kapitel 3

Heute um11:49

4

Kapitel 4

Heute um11:49

5

Kapitel 5

Heute um11:49

6

Kapitel 6

Heute um11:49

7

Kapitel 7

Heute um11:49

8

Kapitel 8

Heute um11:49

9

Kapitel 9

Heute um11:49

10

Kapitel 10

Heute um11:49

11

Kapitel 11

Heute um11:49

12

Kapitel 12

Heute um11:49

13

Kapitel 13

Heute um11:49

14

Kapitel 14

Heute um11:49

15

Kapitel 15

Heute um11:49

16

Kapitel 16

Heute um11:49

17

Kapitel 17

Heute um11:49

18

Kapitel 18

Heute um11:49

19

Kapitel 19

Heute um11:49

20

Kapitel 20

Heute um11:49

21

Kapitel 21

Heute um11:49

22

Kapitel 22

Heute um11:49

23

Kapitel 23

Heute um11:49

24

Kapitel 24

Heute um11:49

25

Kapitel 25

Heute um11:49

26

Kapitel 26

Heute um11:49

27

Kapitel 27

Heute um11:49

28

Kapitel 28

Heute um11:49

29

Kapitel 29

Heute um11:49

30

Kapitel 30

Heute um11:49

31

Kapitel 31

Heute um11:49

32

Kapitel 32

Heute um11:49

33

Kapitel 33

Heute um11:49

34

Kapitel 34

Heute um11:49

35

Kapitel 35

Heute um11:49

36

Kapitel 36

Heute um11:49

37

Kapitel 37

Heute um11:49

38

Kapitel 38

Heute um11:49

39

Kapitel 39

Heute um11:49

40

Kapitel 40

Heute um11:49