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Meine Hochzeit mit Benno Richter war nur noch Wochen entfernt.
Nach sieben Jahren war ich mir unserer perfekten Zukunft absolut sicher.
Dann behauptete Benno, er leide nach einer Kopfverletzung an einer „selektiven Amnesie“ und habe nur mich vergessen.
Ich versuchte alles, damit er sich wieder an mich erinnert, bis ich zufällig sein Videotelefonat mitbekam.
„Ein absolut genialer Schachzug“, prahlte er vor seinen Freunden.
Seine Amnesie war nur ein vorgetäuschter „Freibrief“, um vor unserer Hochzeit der Influencerin Clara Vogt nachzujagen.
Mit gebrochenem Herzen spielte ich sein Spiel mit.
Ich ertrug sein offenes Flirten mit Clara und ihre spöttischen Selfies.
Er machte sich über meinen Kummer lustig und gab Claras vorgetäuschtem Notfall den Vorrang.
Nach einem Unfall, den er verursacht hatte, ließ er mich verletzt zurück und schickte zuerst Clara ins Krankenhaus.
Er versuchte sogar, mir den Geldhahn zuzudrehen.
Wie konnte mein Verlobter nur dieses grausame, berechnende Monster sein?
Sein Verrat vergiftete jede einzelne Erinnerung.
Ich kam mir wie eine Närrin vor, weil ich einer so grenzenlosen Grausamkeit vertraut hatte.
Seine Dreistigkeit ließ mich taumeln.
Aber ich würde nicht sein Opfer sein.
Statt zu zerbrechen, formte sich ein eiskalter Plan in mir.
Ich würde meine Identität ablegen und zu Olivia Wagner werden.
Ich würde verschwinden, ihn, meine Vergangenheit und seinen Verlobungsring für immer zurücklassen und mir meine Freiheit nehmen.
Kapitel 1
Lina Meier nahm das winzige, perlenbesetzte Diadem in die Hand.
Es sollte ihr „etwas Neues“ sein.
Ihre Hochzeit mit Benno Richter war nur noch drei Wochen entfernt. Sieben Jahre. Sie waren sieben lange, glückliche Jahre zusammen gewesen.
Das hatte sie zumindest geglaubt.
Jetzt erinnerte sich Benno nicht mehr an sie.
Nicht an ihr Gesicht, nicht an ihren Namen, nicht an einen einzigen Tag dieser sieben Jahre.
Die Ärzte nannten es selektive Amnesie. Ein leichter Schlag auf den Kopf bei diesem dämlichen „Charity-Hindernislauf“, zu dem er sie überredet hatte. Er erinnerte sich an seine Eltern, an sein Geschäft, sogar an seinen verdammten Hund, Buster.
Nur nicht an Lina.
„Es tut mir so leid“, hatte er gesagt, und seine Augen, die sonst warm und voller Liebe für sie waren, zeigten nur noch höfliche Verwirrung. „Sie scheinen eine nette Person zu sein, aber ich … ich kenne Sie einfach nicht.“
Lina legte das Diadem weg. Ihre Hände zitterten.
Sie musste ihn dazu bringen, sich zu erinnern. Ihr ganzes Leben steckte in Umzugskartons mit der Aufschrift „Bennos & Linas Zukunft“.
Tagelang verwandelte sie ihre gemeinsame Wohnung in ein Museum ihrer Liebe.
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