Aus Asche geboren: Meine zweite Chance

Aus Asche geboren: Meine zweite Chance

Quill Ghost

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Kapitel

Der ohrenbetäubende Krach, als das schwere Eisentor meiner Familienvilla zersplitterte, war kein Schock für mich. Es war eine grausame Bestätigung, die sich tief in meinen Knochen festgesetzt hatte, seit ich vor Stunden mit dem Wissen eines vergangenen Lebens erwachte. Als das schwere Eisentor unserer Villa zersplitterte, zuckte ich nicht zusammen. Ich wusste genau, was kommen würde. Ich war in die Nacht meiner Ermordung zurückgekehrt. Mein Bruder Nikolas hatte die gesamte Security abgezogen, nur um seine Geliebte Celine bei ihrer Vernissage vor einem imaginären Stalker zu schützen. Uns ließ er schutzlos zurück. Verzweifelt zerrte ich meine Mutter in den Weinkeller, doch die Einbrecher waren schneller. Mama warf sich vor mich und fing das Messer ab, das mein Herz durchbohren sollte. Blutüberströmt schleppte ich mich durch den Schneesturm zum Nachbarhaus, zu meinem Verlobten Aiden. Doch statt einen Krankenwagen zu rufen, trat er mir mit voller Wucht gegen das Schienbein, bis es knackte. „Hör auf mit dem Theater, Isabelle ", spottete er kalt. „Nikolas hat mich gewarnt, dass du Celines großen Abend ruinieren willst. " Während meine Mutter im Sterben lag, lachte Nikolas über die Freisprechanlage und wünschte uns den Tod, nur um Celine zu gefallen. Er ahnte nicht, dass die Polizei bereits neben mir stand und jedes Wort mithörte. Diesmal würde Mama überleben. Und ich würde zusehen, wie mein Vater Nikolas alles nimmt – sein Erbe, seinen Namen und seine Freiheit.

Kapitel 1

Der ohrenbetäubende Krach, als das schwere Eisentor meiner Familienvilla zersplitterte, war kein Schock für mich. Es war eine grausame Bestätigung, die sich tief in meinen Knochen festgesetzt hatte, seit ich vor Stunden mit dem Wissen eines vergangenen Lebens erwachte.

Als das schwere Eisentor unserer Villa zersplitterte, zuckte ich nicht zusammen. Ich wusste genau, was kommen würde.

Ich war in die Nacht meiner Ermordung zurückgekehrt.

Mein Bruder Nikolas hatte die gesamte Security abgezogen, nur um seine Geliebte Celine bei ihrer Vernissage vor einem imaginären Stalker zu schützen. Uns ließ er schutzlos zurück.

Verzweifelt zerrte ich meine Mutter in den Weinkeller, doch die Einbrecher waren schneller. Mama warf sich vor mich und fing das Messer ab, das mein Herz durchbohren sollte.

Blutüberströmt schleppte ich mich durch den Schneesturm zum Nachbarhaus, zu meinem Verlobten Aiden.

Doch statt einen Krankenwagen zu rufen, trat er mir mit voller Wucht gegen das Schienbein, bis es knackte.

„Hör auf mit dem Theater, Isabelle ", spottete er kalt.

„Nikolas hat mich gewarnt, dass du Celines großen Abend ruinieren willst. "

Während meine Mutter im Sterben lag, lachte Nikolas über die Freisprechanlage und wünschte uns den Tod, nur um Celine zu gefallen.

Er ahnte nicht, dass die Polizei bereits neben mir stand und jedes Wort mithörte.

Diesmal würde Mama überleben.

Und ich würde zusehen, wie mein Vater Nikolas alles nimmt – sein Erbe, seinen Namen und seine Freiheit.

Kapitel 1

Der Sturm peitschte draußen, heulte wie ein wildes Tier. Er rüttelte an den hohen Fenstern des Anwesens. Das Geräusch des Windes, vermischt mit dem Knistern des Feuers im Kamin, hätte beruhigend sein sollen. Doch nun war es nur noch eine Kulisse für das hereinbrechende Grauen. Der Krach, der eben durch die Nacht gedröhnt hatte, war anders. Metall auf Metall. Dann das Bersten von Holz. Ein Geräusch, das ich kannte. Ein Geräusch, das mich in meinem früheren Leben bis ins Mark erschüttert hatte.

Meine Lungen zogen sich zusammen. Die Luft wurde eisig, obwohl der Kamin noch glühte. Mein Herz pochte so schnell, dass es in meinen Ohren dröhnte. Es war wieder diese Nacht. Die Nacht, die ich in meinem früheren Leben schon einmal durchlebt hatte. Die Nacht, in der alles endete. Ich war wiedergeboren worden, in dieser Nacht. Ich wusste, was kommen würde. Ich wusste, was geschehen war. Und ich würde es nicht zulassen. Nicht noch einmal.

Ich riss meine Augen auf und sah meine Mutter, Ingelore, die noch immer friedlich in ihrem Sessel saß. Sie las ein Buch, ihr Haar schimmerte im Feuerschein, ihr Gesicht war entspannt. Eine elegante Frau, gefangen in einer tödlichen Illusion von Sicherheit. „Mama! ", schrie ich, meine Stimme war heiser, obwohl ich versuchte, sie zu kontrollieren. Es war ein verzweifelter, scharfer Laut. Ich packte ihren Arm, zog sie mit unerwarteter Kraft hoch. Meine Finger gruben sich in ihren weichen Stoff. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck. Das Buch fiel mit einem leisen Plumps auf den Teppich.

„Wir müssen weg, Mama. Jetzt! ", presste ich hervor. Ich zerrte sie durch den weitläufigen Flur, weg vom großen Wohnzimmer, dessen riesige Fensterfront direkt zum Garten zeigte. In den alten Weinkeller. Er war massiv, aus grobem, alten Stein gemauert. Die dicken Mauern würden halten. Vielleicht.

Ich stieß die schwere Holztür des Kellers auf. Sie war fast einen halben Meter dick, eine Reliquie aus früheren Jahrhunderten, als das Haus noch als Festung gedient hatte. „Rein da! ", befahl ich, meine Stimme klang hart, fremd. Sie stolperte hinein, sichtlich verwirrt, aber sie gehorchte. Ich suchte fieberhaft nach dem alten Riegel, der seit Jahren nicht benutzt worden war. Ein massiver Eisenriegel, den mein Urgroßvater dort angebracht hatte. Meine Finger zitterten, als ich ihn aus seiner Halterung zog und versuchte, ihn durch die Ösen zu schieben. Er war schwer. Rostig.

„Da! Die alte Truhe! ", rief ich. Mein Blick fiel auf eine riesige, eichene Truhe, die seit Ewigkeiten in einer Nische stand und alte Decken enthielt. „Hilf mir, Mama! Wir müssen sie vor die Tür schieben! " Meine Lungen brannten.

„Isabelle, was ist denn los? ", fragte Mama, ihre Stimme zitterte. Sie war verwirrt, ihre Augen suchten meine, flehten um eine Erklärung. „Warum tun wir das? Was ist passiert? Ich verstehe das nicht. Hat es etwas mit dem Sturm zu tun? "

Ich drehte mich nicht um. Ich konnte nicht. Mein Blick war starr auf die Kellertür gerichtet. Aber sie sah es. Die nackte, bohrende Angst in meinen Augen. Die Panik, die keine Erklärung brauchte. Sie sah es und ihr Gesicht wurde kreidebleich, noch fahler als in ihrem Schock. Ihr Mund öffnete sich leicht.

„Sie sind hier, Mama. Die Einbrecher. Nikolas hat uns schutzlos zurückgelassen ", sagte ich, meine Stimme brach. Die Worte waren scharf, wie Glassplitter. „Er hat die ganze Sicherheit abgezogen. Für Celine. Für ihre Vernissage. Er dachte, es sei wichtiger, sie vor einem imaginären Stalker zu schützen, als uns hier. "

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Die Wahrheit war so bitter. „Niemand wird kommen. Niemand wird uns helfen. Nicht so schnell, wie wir es brauchen. Nur wir beide. " Die Isolierung der Villa in dieser stürmischen Nacht war unser Untergang, wenn ich nichts tat.

Die Truhe war schwer, viel zu schwer für uns allein. Meine Muskeln schmerzten, mein Rücken brannte. Ich spürte, wie meine Tränen stiegen, aber ich zwang sie zurück. Jetzt war nicht die Zeit für Schwäche. Wir schoben und zerrten, Zoll für Zoll. Ein schreckliches Kratzgeräusch erfüllte den kleinen, feuchten Raum, als das alte Holz über den Steinboden schlitterte. Draußen hörte ich jetzt Schritte. Mehrere Schritte. Schwer. Uneben. Sie kamen näher.

„Nikolas? Aber warum? Er würde uns niemals in Gefahr bringen! ", flüsterte Mama. Ihre Augen waren weit aufgerissen, als die Erkenntnis traf sie. Die Familie Schaefer, bekannt für ihre unüberwindbare Sicherheit, ihre hochmodernen Alarmanlagen und das Heer von Leibwächtern. Jetzt war alles weg. Wegen ihm. Wegen seiner blinden Liebe zu dieser Celine.

Mein Gesicht musste grässlich aussehen. Blutleer, mit glänzenden Augen voller Panik. Die Wahrheit war nicht zu leugnen. Ihre Verwirrung wich einer tiefen, erschütternden Angst.

„Ruf Nikolas an! ", flehte sie. Ihre Stimme war jetzt dringend, ein verzweifelter Versuch, die Realität zu leugnen und die alte Ordnung wiederherzustellen. „Er muss es korrigieren! Er muss es wissen! Er wird uns helfen! "

Ich schüttelte den Kopf. Meine Haare klebten an meiner feuchten Stirn. „Er wird uns nicht glauben, Mama. Er hat es schon einmal nicht getan. " Mein Handy war schon in meiner zitternden Hand, meine Finger hatten die Nummer 112 gewählt. Nicht für Nikolas. Für die Polizei. Die einzige Hoffnung, die uns noch blieb. Die einzige, auf die ich mich verlassen konnte.

Ich presste die Nummer 112 in die Tasten. „Hier ist Isabelle Schaefer. Schaefer-Villa. Einbruch. Meine Mutter ist hier. Wir sind im Weinkeller. Schnell! ", meine Stimme war ein einziger, gepresster Schrei. Ich gab die Adresse durch, so präzise und schnell wie möglich. Ich konnte das Knistern in der Leitung hören, den fernen Klang einer Sirene.

Ich konnte nicht auf ihn warten. Nicht wieder. In meinem früheren Leben hatte seine Gleichgültigkeit uns das Leben gekostet. Er hatte meine Schreie als „Eifersucht " abgetan, als ich ihn um Hilfe anflehte. Er hatte nicht geglaubt. Er hatte nicht gehandelt. Und wir waren gestorben.

Das Telefonat war kurz. Zu kurz. Ich legte auf. Ein bleiernes Gewicht lag auf meiner Brust. War es genug? Würde es reichen? Ich wusste es nicht. Aber es war das Einzige, was ich tun konnte. Die Kälte des Steinkellers kroch in meine Glieder.

Der Sturm draußen war ein gnadenloser Verbündeter der Einbrecher. Und ein Feind für jede Rettung. Der Schnee fiel dicht, die Straßen würden glatt sein. Wie lange würde es dauern? Würden sie überhaupt durchkommen? Die Gedanken rasten durch meinen Kopf. Ein schreckliches Szenario nach dem anderen.

Ein dumpfer Schlag erschütterte die Kellertür, direkt über unseren Köpfen. Dann noch einer. Härter. Das Holz knarrte und stöhnte unter der Wucht. Die Truhe rutschte ein wenig, noch ein paar Zentimeter. Ich stieß mich mit den Füßen ab und drückte meinen ganzen Körper dagegen. Ein stummer Schrei entwich mir, als meine Muskeln schmerzten. Die Angst stieg mir in die Kehle. Wie eine riesige Welle.

Mama hatte ihr Handy noch in der Hand. Sie rief Nikolas an, ihre Finger zitterten. In ihrer Verzweiflung war er die einzige logische Anlaufstelle. Ihre letzte Hoffnung. Meine nicht.

Ein leises, aber spöttisches Lachen drang aus dem Hörer. Dann Nikolas' Stimme, ungeduldig, genervt. „Isabelle? Hör auf mit dem Theater, Mama. Ich hab dir gesagt, sie ist nur eifersüchtig auf Celine. " Er nannte meinen Namen, als wäre ich es, die am Telefon war. Seine Gleichgültigkeit war unerträglich.

Mama schluchzte. Ihr Atem ging stoßweise. „Nein, Nikolas! Es ist kein Theater! Sie sind hier! Die Einbrecher! Deine Schwester und ich sind in Lebensgefahr! " Sie schrie es fast, ihre Stimme brach vor Panik. Ich sah sie nicht an, aber ich konnte ihren Schmerz spüren. „Ach, komm, Mama. Celine hat gerade ihre Vernissage. Ich muss sie beschützen. Isabelle versucht nur, Celines großen Abend zu ruinieren. Sag ihr, sie soll aufhören zu lügen. " Seine Stimme war kalt, abweisend. Kalt wie der Tod. Wie konnte er nur so sein?

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